Aktuelle zinsen für hauskauf

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    Zinsrechner / Tilgungsrechner für Baufinanzierung

    Ermitteln Sie mit unserem Zinsrechner bzw. Tilgungsrechner Ihre optimale Immobilienfinanzierung. Lassen Sie sich ganz einfach die Zinsen berechnen und sehen Sie auf einen Blick die Höhe der Tilgung sowie Ihre monatliche Rate für das gewünschte Darlehen. Als Basis für die Ergebnisse dienen die Konditionen, die Sie bei Dr. Klein aktuell für Ihre Baufinanzierung erhalten.

    Der Zinsrechner bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, unter „Downloads“ Ihr Berechnungsergebnis, einen Tilgungsplan sowie weitere Informationen als PDF-Datei herunterzuladen.

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    Wie Sie mit dem Zinsrechner ganz leicht Ihre Finanzierung berechnen

    Unser Zinsrechner, auch Tilgungsrechner genannt, ermittelt aus Ihren Eingaben Ihren individuellen Zinssatz sowie die Höhe Ihrer Monatsrate. Geben Sie dazu einfach den Wert der Immobilie oder den Kaufpreis des gewünschten Objektes sowie die benötigte Darlehenssumme an. Anschließend entscheiden Sie sich für die gewünschte Sollzinsbindung und wählen aus, mit welchem Tilgungssatz Sie starten möchten. Als Ergebnis werden Ihnen Ihre monatliche Rate sowie der effektive Jahreszins Ihrer Finanzierung angezeigt.

    Sie möchten lieber Ihre anfängliche Tilgung berechnen lassen? Auch der umgekehrte Weg ist möglich. So können Sie beispielsweise wählen, welchen Betrag Sie monatlich für die Rückzahlung Ihres Immobiliendarlehens leisten möchten. Unser Tilgungsrechner zeigt Ihnen dann Informationen über die gesamte Laufzeit des Darlehens und berechnet Ihre Restschuld.

    Was ist was – Der Zinsrechner und seine Komponenten

    Objektwert, Sollzinsbindung, Tilgungssatz: Für viele angehende Hausbesitzer klingt das erst einmal nach böhmischen Dörfern. Wir bringen für Sie Licht ins Dunkel und erklären Ihnen die einzelnen Bestandteile unseres Zinsrechners.

    Ihr Vorhaben: Planen Sie, mit dem Darlehen einen Hauskauf oder einen Hausbau zu finanzieren oder brauchen Sie eine Anschlussfinanzierung? Stellen Sie hier den Zweck Ihres Darlehens ein.

    Objektwert: Für Hauskäufer ist der Objektwert – oft wird er auch einfach als Verkehrswert bezeichnet – wesentlich für die Berechnung. Er dient als Grundlage für die Ermittlung des Beleihungswertes und somit der Darlehenshöhe. Dazu werden der Wert der Immobilie sowie des Grundstückes durch die Bank im Rahmen des Sachwertverfahrens errechnet. Zusätzlich werden die Lage der Immobilie sowie die aktuelle Marktsituation in die Bewertung miteinbezogen. Der Objektwert stellt somit immer den aktuellen Wert der Immobilie da, der derzeit am Markt erreicht werden kann.

    Kennen Sie den Objektwert nicht, können Sie alternativ auch den Kaufpreis angeben. Allerdings weicht dieser abhängig von der aktuellen Immobilienmarktlage häufig vom realen Objektwert ab und bildet für die Bank deshalb keine geeignete Grundlage für die Berechnung Ihres Darlehens. Damit Ihnen der Zinsrechner ein verlässliches Angebot erstellen kann, sollten Sie deshalb wenn möglich den Objektwert der Immobilie angeben.

    Sie möchten bauen? Dann geben Sie wenn möglich auch hier den Objektwert Ihrer zukünftigen Immobilie an. Ein Sachverständiger hilft Ihnen, den Objektwert anhand Ihrer Baupläne einzuschätzen.

    Darlehensbetrag: In welcher Höhe brauchen Sie ein Darlehen, um den Bau oder Kauf Ihrer Immobilie zu finanzieren? Möchten Sie anschlussfinanzieren, tragen Sie hier die Höhe der Restschuld – also den nach Ende der Zinsbindung noch offenen Darlehensbetrag – ein.

    Sollzinsbindung: Bestimmen Sie hier die Zeitspanne, für die der Zinssatz festgelegt werden soll. Möglich ist eine Sollzinsbindung zwischen fünf und 30 Jahren – in dieser Zeit ist eine Änderung des Zinssatzes nicht möglich. Allerdings können Sie Ihr Darlehen nach § 489 BGB nach zehn Jahren Laufzeit mit einer Frist von sechs Monaten kündigen und für die Anschlussfinanzierung zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Die Bank darf in diesem Fall keine Vorfälligkeitsentschädigung berechnen.

    Anfänglicher Tilgungssatz: Geben Sie hier an, mit welcher anfänglichen Tilgung Sie starten möchten. Als Tilgung wird die Rückzahlung des Darlehens bezeichnet, diese verändert sich im Laufe Ihrer Baufinanzierung und mit der Höhe Ihrer Restschuld. Der Tilgungssatz gibt wiederum an, wieviel Prozent des Darlehens innerhalb eines Jahres getilgt werden. Die Tilgung, die Sie im ersten Jahr leisten, wird mit dem anfänglichen Tilgungssatz angegeben. Je höher Sie die anfängliche Tilgung festsetzen, desto schneller sinken Ihre Zinskosten und desto eher sind Sie schuldenfrei.

    Monatliche Rate: Alternativ zum anfänglichen Tilgungssatz können Sie auch die Rate eingeben, die Sie im Monat zahlen möchten.

    Tilgungsrechner mit Tilgungsplan

    Mit unserem Zins- und Tilgungsrechner können Sie sich nicht nur Ihre Tilgung berechnen lassen – wir zeigen Ihnen außerdem mit einem Tilgungsplan auch, wie sich Ihre Restschuld in der gewählten Laufzeit verringert und wie hoch Ihr Zins- und Tilgungsanteil ist. Zusätzlich stellen wir Ihnen eine Grafik zur Verfügung, aus der Sie sehen können, wie sich das Verhältnis von Tilgung und Zinsen entwickelt: Während der Anteil der Zinskosten im Laufe der Zeit immer weiter abnimmt, wächst die Tilgung stetig. Selbstverständlich stellen wir Ihnen Ihr Berechnungsergebnis aus dem Tilgungsrechner sowie den Tilgungsplan auch als Download zur Verfügung.

    Zinsen berechnen lassen und Finanzierungsvorschlag einholen

    Unser Zinsrechner beziehungsweise Tilgungsrechner arbeitet mit realen und tagesaktuellen Konditionen. Er kalkuliert Ihnen die Eckdaten, mit denen Sie Ihre Baufinanzierung grob planen können. Dennoch handelt es sich bei den Berechnungsergebnissen nur um eine Musterrechnung. Der tatsächliche Zins und Ihre individuellen Konditionen hängen von weiteren Faktoren wie beispielsweise Ihrer Bonität ab. Gerne können Sie die Musterrechnung ausdrucken und sich dazu von unseren Spezialisten für Baufinanzierung beraten lassen. Fordern Sie hierfür einfach einen Finanzierungsvorschlag an. Wir berechnen dann für Sie eine konkrete Finanzierungslösung, die genau auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Wunschobjekt zugeschnitten ist.

    repräsentatives Beispiel für einen Nettodarlehensbetrag 190.000€

    Unsere Zinsprognose 2018: Wohin geht’s mit den Darlehenszinsen?

    Zinswende ja oder nein – unsere Bauzinsen Prognose für das kommende Jahr

    „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ lautet ein berühmtes Zitat, das im Wechsel Churchill, Twain oder Tucholsky zugesprochen wird. Es ist nicht leicht, verlässliche Vorhersagen zu treffen, und das gilt auch für die Zinsprognose der Bauzinsen. Jahrelang befanden sie sich auf Talfahrt, doch seit Oktober 2016 sind sie leicht, aber kontinuierlich gestiegen. Die Zinsen für Baufinanzierung mit zehnjähriger Zinsbindung liegen seit einiger Zeit konstant über 1 Prozent pro Jahr. Auch in den Medien ist immer wieder von einer erwarteten Zinswende die Rede, welche durch die Leitzinserhöhungen der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) befeuert werden. Immobilienkäufer möchten jetzt wissen: Geht es ab jetzt aufwärts mit den Darlehenszinsen, oder sind die jüngsten Anstiege nur kleinere Kurskorrekturen?

    In diesem Artikel zeigen wir, welche Zinsprognose unsere Spezialisten für 2018 abgeben. Dazu erklären wir, wie sie zu ihren Einschätzungen gelangen und welche Anhaltspunkte in Sachen Zinsentwicklung eine verlässliche Orientierung bieten.

    Der Anstieg der Bauzinsen ab November 2016

    Werfen wir zunächst einen kurzen Blick in die Vergangenheit. In den letzten Jahren kannten die Darlehenszinsen von Baufinanzierungen nur eine Richtung: bergab. Das zeigen auch unsere hausinternen Daten. Als Referenz dienen hierzu die Zinsen für Kredite mit 10-jähriger Zinsbindung . Ab Juli 2008 sind diese von etwa 5,00 Prozent kontinuierlich gefallen, und zwar bis Oktober 2016, als sie mit 0,69 Prozent ihren vorläufig absoluten Tiefststand erreichten. Zwar waren während dieses langen Abwärtstrends immer mal wieder kleinere Anstiege von wenigen Prozentpunkten hinter dem Komma zu verzeichnen, danach sanken die Darlehenszinsen aber immer wieder und behielten ihren generellen Abwärtstrend bei.

    Dann auf einmal die Trendwende im November 2016: Zunächst stiegen die Zinsen von 0,69 auf 0,81 Prozent (Stand: 03.11.2016) und schoben sich zwischenzeitlich sogar über die 1-Prozent-Marke (1,01 Prozent am 19.12.2016). Zum Jahresende hin deutete sich allerdings wieder ein leichter Rückgang auf 0,94 Prozent an (31.12.2016). Anfang Januar 2017 kletterten die Darlehenszinsen schließlich auf 1,11 Prozent, und dieses Niveau hielten sie bisher.

    Zinsen steigen, Zinsen fallen: Die Entwicklungen ab September 2016

    Stand der Zinsen bei Krediten

    mit 10-jähriger Zinsbindung

    Unsere Bauzinsen Prognose für 2018: leicht steigende Zinsen

    Dr. Klein veröffentlicht jeden Monat einen Zinskommentar, in dem sich unsere Spezialisten über die aktuelle Lage äußern. Auch die Geschäftsführer der Dr. Klein-Schwesterfirma Qualitypool geben einmal monatlich im Zinszoom ihre Zinsprognose ab.

    • Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, sagt im Zinskommentar von September 2017: „Ich glaube, dass die Zinswende hinter uns liegt. In den kommenden zwölf Monaten werden die Bauzinsen tendenziell weiter moderat steigen. Dies wird aber nicht rasant geschehen. Geschweige denn werden wir binnen der nächsten zwei Jahre wieder in Regionen von vier oder mehr Prozent bei zehnjähriger Zinsbindung vorstoßen."
    • Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, prophezeit im Zinszoom von August 2017 leicht steigende Zinsen für die kommenden Monate: "Anzeichen für einen weiteren signifikanten Zinsrückgang sehe ich keine. Vielmehr steigt der Druck auf die EZB, sich langsam von der Niedrigzinspolitik zu verabschieden. Daher ist in den nächsten Monaten eher mit leicht steigenden Zinsen zu rechnen.“

    Fazit der Zinsprognose: Darlehenszinsen steigen, bleiben aber auch 2018 auf niedrigem Niveau

    Die Grundaussagen beider Spezialisten lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Im Jahr 2018 ist mit einem weiteren Anstieg der Bauzinsen zu rechnen. Die Zinsen werden sich entweder schwankend seitwärts oder moderat aufwärts bewegen. Darunter verstehen wir kleinere Aufs und Abs, die sich größtenteils gegenseitig ausgleichen, in der Tendenz aber einen leichten Anstieg aufweisen.

    Daraus ergibt sich eine wichtige Schlussfolgerung für Immobilienkäufer: Besser wird’s nicht. Das ist aber aus Sicht unserer Spezialisten noch lange kein Grund, den Hauskauf übereilt anzugehen. Selbst, wenn die Zinsen in 2018 stetig über einem Prozent liegen sollten: Verglichen mit dem Jahr 2008 (5,00 Prozent) fallen Immobilienfinanzierungen heutzutage immer noch sehr günstig aus.

    Was bedeutet „moderater Anstieg“ der Darlehenszinsen ganz konkret?

    Auch hier hilft ein Blick auf die vergangenen Jahre, um herauszufinden, in welchem Maß Zinsanstiege bisher üblich waren. Unser Zinschart zeigt, wie sich die Zinsen während langanhaltender Aufwärtsphasen innerhalb eines Jahres verändern können. Eine solche Phase gab es beispielsweise zwischen 2005 und 2008: Innerhalb dieser drei Jahre stiegen die Zinsen für Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung unseren Daten zufolge von 2,98 auf 4,60 Prozent, das ergibt ein Plus von 1,62 Prozentpunkten und macht im Schnitt einen jährlichen Anstieg von maximal 0,55 Prozentpunkten aus.

    Wenn wir für 2017 also von „kurzfristigen Schwankungen“ und einem „moderaten Anstieg“ sprechen, dann werden sich die Bauzinsen aller Voraussicht nach in einem ähnlichen Spektrum bewegen. Gehen wir konkret vom Stand am 19.12.2016 aus, als sie bei 1,01 Prozent lagen, dann würden sie bis Ende 2017 auf maximal 1,56 Prozent steigen. An einer Beispielrechnung wollen wir nun zeigen, was diese 0,55 Prozentpunkte ausmachen können und drücken dies konkret in Euro aus.

    Beispielrechnung: Was machen 0,55% mehr pro Jahr aus?

    Zins für 10-jährige Zinsbindung bei 1,01% p.a.

    Zins für 10-jährige Zinsbindung bei 1,56% p.a.

    Fester Sollzins p.a.

    Restschuld nach 10 Jahren

    Wenn Sie selbst berechnen möchten, auf welchem Stand die Zinsen aktuell sind und ob eine Baufinanzierung für Sie günstig ist, nutzen Sie gerne unseren Tilgungsrechner.

    Wichtig für Immobilienkäufer: Zinstrend erkennen und richtig einschätzen

    Die Beispielrechnung zeigt: Auch ein moderater Anstieg der Darlehenszinsen um gerade mal 0,55 Prozentpunkte sorgt für wesentlich höhere Zinskosten. Es kommt bei der Finanzierung einer Immobilie also immer auf den richtigen Zeitpunkt an. Idealerweise schließen Sie exakt in dem Moment eine Baufinanzierung ab, in dem die Zinsen den Tiefpunkt ihrer Talfahrt erreicht haben und ganz kurz, bevor es wieder aufwärts geht. Diesen Moment zu erwischen, ist allerdings reine Glückssache, und im Moment deutet tatsächlich Vieles daraufhin, dass wir das Zinstal bereits durchschritten haben. Doch wie geht es nun weiter?

    Unser monatlich erscheinender Zinskommentar bietet Ihnen darauf erste Antworten. Dennoch ist es für Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer sinnvoll, die Lage selbst im Blick zu behalten und zu einer eigenen Zinsprognose zu gelangen. Dazu müssen Sie die verschiedenen Einflussfaktoren kennen und richtig einordnen können.

    EZB, Fed und die Lage der Weltwirtschaft: Worauf kommt es für die Bauzinsen an?

    Unsere Spezialisten erwähnen in ihrer Zinsprognose für 2017 die geldpolitischen Maßnahmen der EZB und der Fed, deren Handlungen offenbar einen wichtigen Einfluss auf die Bauzinsen hierzulande haben. Vorweg ein Hintergrundgedanke: Bauzinsen stehen niemals isoliert da, sie sind Bestandteil wirtschaftlicher Zusammenhänge und werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

    Tonangebend für hiesige Bauzinsen: die Staatsanleihen

    Den größten Einfluss haben die deutschen Staatsanleihen auf die Bauzinsen. Das liegt daran, wie Banken ihre Baufinanzierungen refinanzieren, sprich: woher sie selbst das Geld erhalten, das sie dann an den Baufinanzierungskunden weitergeben. Dies geschieht über Pfandbriefe. Banken verpfänden Immobilien an Anleger, die ihnen Geld dafür geben, für das die Banken selbst Leihzinsen zahlen müssen. Je weniger Zinsen Banken für das geliehene Geld selbst entrichten müssen, desto weniger Zinsen verlangen sie später von ihrem Baufinanzierungskunden.

    Die Zinsen für Pfandbriefe orientieren sich wiederum an den Zinsen der Staatsanleihen. Dadurch kommt der direkte Zusammenhang zwischen Staatsanleihen und Bauzinsen zustande. Die Staatsanleihen wiederum werden von der allgemeinen, wirtschaftlichen Lage Deutschlands beeinflusst. Geht es Deutschland wirtschaftlich gut, sind seine Staatsanleihen sehr gefragt. Die hohe Nachfrage schraubt die Kurse der Staatsanleihen in die Höhe, die Zinsen und Renditen sinken, und dann sind Baufinanzierungen hierzulande sehr günstig. Zwischen dem richtungsweisen Impuls durch die Staatsanleihen und der Reaktion der Darlehenszinsen vergehen in der Regel einige Wochen.

    Die Rolle der geldpolitischen Maßnahmen der EZB

    Hauptaufgabe der Europäischen Zentralbank ist es, die Wertstabilität des Euro zu gewährleisten. Genau genommen ist die EZB so etwas wie die Wächterin eines ausgewogenen Inflation-Deflation-Verhältnisses. Die Inflationsrate ist dafür der wichtigste Indikator: Ihr Idealwert liegt bei knapp unter 2,0 Prozent. Davon ist der Euro-Währungsraum derzeit noch weit entfernt (Januar 2017: 1,1 Prozent). Zur Steuerung der Inflationsrate stehen der EZB verschiedene Mittel zur Verfügung. Über den Leitzins reguliert sie die im Umlauf befindliche Geldmenge. Senkt die den Leitzins herab, bringt sie mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf, hebt sie ihn an, entzieht sie ihm welches. Bei einem niedrigen Leitzins können Banken und Anleger sich besonders günstig Geld leihen und dieses investieren. Bei einem höheren Leitzins ist das Umgekehrte der Fall, Kredite werden teurer, Investitionen naturgemäß zurück gefahren.

    Frühestens, wenn die 2,0¬Prozent-Marke in greifbare Nähe rückt, wird die EZB wieder Leitzinserhöhungen vornehmen und damit indirekt auch für einen Anstieg des Zinsniveaus und der Bauzinsen sorgen. Darauf berufen sich die Zinsprognosen unserer Spezialisten, die besagen, dass dies in 2017 noch nicht der Fall sein wird.

    Der Leitzins ist aber nicht das einzige Werkzeug der EZB: Um die europäische Wirtschaft anzukurbeln, nutzt sie auch ihr Anleihekaufprogramm. Die EZB kauft Staatsanleihen europäischer Staaten, um die Nachfrage künstlich hoch und die Zinsen künstlich niedrig zu halten. So begünstigt sie die Kreditaufnahme und mögliche Investitionen, die den Staaten wieder zu wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen sollen. Das Anleihekaufprogramm startete im März 2015. Bis September 2016 hat die EZB 1,1 Billionen Euro in europäische Staatsanleihen investiert, auch in deutsche. Unlängst verkündete sie eine Verlängerung des Anleihekaufprogramms bis Ende 2017.

    Das Ganze hat allerdings Grenzen: Pro Land soll maximal ein Drittel aller ausgegebenen Staatsanleihen an die EZB gehen. Bei vielen Ländern wird dieses Limit in Kürze erreicht sein, weshalb die EZB die monatlichen Investitionen ab April 2017 von 80 Milliarden auf 60 Milliarden drosselt. Das gilt auch für deutsche Staatsanleihen, ihre Nachfrage wird sinken, ihre Zinsen werden steigen, und das kann in 2017 zu leicht anziehenden Bauzinsen führen.

    Was die wirtschaftliche Lage in den USA mit unseren Bauzinsen zu tun hat

    Die Staatsanleihen können nicht nur durch wirtschaftspolitische Ereignisse in Europa unter Druck geraten. Auch andere Staaten haben einen gewissen Einfluss darauf. Das war beispielsweise Anfang November 2016 kurzfristig zu beobachten, als Donald Trump überraschend die Präsidentschaftswahlen in den USA gewann. Anleger zogen sich aus europäischen Anleihen zurück und wanderten ab in den Dollarraum, die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen sank, ihre Zinsen stiegen, die Bauzinsen folgten kurze Zeit später.

    Ebenso spielt die Geldpolitik der Fed eine Rolle: Sie hat angekündigt, in 2017 insgesamt drei Erhöhungen des Leitzinses vorzunehmen. Sollte das der Fall sein, gerät die EZB unter Zugzwang: Dollar-Anlagen werden attraktiver, und um Sparer im Euroraum zu halten, müsste die EZB nachziehen und auch hier den Leitzins erhöhen. Sie wird aber abwägen, ob die europäische Wirtschaft einen solchen Schritt verkraften kann, wonach es aktuell nicht aussieht. Unsere Spezialisten gehen in ihren Zinsprognosen davon aus, dass die EZB der europäischen Wirtschaft den Vorzug geben und bei ihrer expansiven Geldpolitik bleiben wird. Sie glauben daher, dass 2018 trotz der angekündigten Erhöhungen durch die Fed in Europa noch keine Leitzinserhöhungen anstehen.

    Zinsprognose 2018: Worauf müssen Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer achten?

    Es ist nicht einfach, den richtigen Zeitpunkt für einen Hauskauf zu finden. Im Moment haben wir es mit leicht steigenden Darlehenszinsen und in den Ballungsgebieten Deutschlands mit gleichzeitig steigenden Immobilienpreisen zu tun. Unser Rat lautet daher: Treffen Sie Ihre Kaufentscheidung trotz der aktuellen Zinsprognosen in aller Ruhe, warten Sie aber auch nicht mehr allzu lange, denn die Finanzierung wird teurer werden. Im Folgenden haben wir dazu noch mal unsere wichtigsten Tipps für Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer zusammengefasst.

    7 Tipps für Immobilienkäufer: So finden Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihre Baufinanzierung

    1.) Behalten Sie die 10-jährigen deutschen Staatsanleihen im Auge. Wohin sie tendieren, dorthin folgen auch die Darlehenszinsen mit nur wenigen Wochen Verzögerung.

    2.) Beobachten Sie die Entwicklung der europäischen Inflationsrate. Je näher sie an die 2-Prozent-Marke heranreicht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB die erste Leitzinserhöhung seit 2011 vornimmt. Die Bauzinsen werden dann bereits vorher zu steigen beginnen, weil der Markt die Erhöhung erwartet.

    3.) Verfolgen Sie die Nachrichten in Bezug auf die geldpolitischen Maßnahmen der EZB. Das Anleihekaufprogramm wird nach 2017 gestoppt? Das dürfte zu einem Anstieg der Bauzinsen führen.

    4.) Öffnen Sie den Blick für Geschehnisse in der Welt: Was passiert in den USA? Schreitet die Zinswende dort tatsächlich mit drei Erhöhungen in 2017 voran, ist in Europa auch ohne eine Leitzinserhöhung durch die EZB mit steigenden Bauzinsen zu rechnen. Nimmt die Fed weniger Erhöhungen vor, ist keine Reaktion der Bauzinsen zu erwarten.

    5.) Lesen Sie regelmäßig unseren Zinskommentar, in dem unsere Spezialisten konkrete Handlungsempfehlungen geben. Er hilft Ihnen dabei, die Lage richtig einzuschätzen.

    6.) Wählen Sie für Ihre Finanzierung lange Zinsbindungen von mindestens 10 oder 15 Jahren aus, um für die nächsten Jahre abgesichert zu sein. Gleichzeitig empfehlen wir Ihnen eine hohe, anfängliche Tilgungsrate von mindestens 2 Prozent pro Jahr aufwärts, um die Restschuld von Beginn an zügig zu tilgen.

    7.) Wohin die Darlehenszinsen auch tendieren: Bewahren Sie Ruhe beim Hauskauf. Mit übereilten Entscheidungen fahren Sie in keinem Fall gut.

    Zusätzliche Tipps für Anschlussfinanzierer

    1.) Denken Sie daran: Anschlussfinanzierungen können Sie, ebenso wie Erstfinanzierungen, gemäß §489 BGB nach zehn Jahren mit einer Frist von 6 Monaten kündigen. Für diese zehn Jahre ist das Datum des Vertragsabschlusses entscheidend. Sollten die zehn Jahre bei Ihnen demnächst abgelaufen sein, fangen Sie frühzeitig mit der Planung Ihrer nächsten Finanzierung an und achten Sie auf die Zinsentwicklung.

    2.) Mit einem Forward Darlehen können Sie sich die heutigen Darlehenszinsen bis zu fünfeinhalb Jahre im Voraus vor Ablauf Ihrer aktuellen Zinsbindung sichern. Sind sie beispielsweise 15 Jahre lang gebunden, können Sie neuneinhalb Jahre zuvor eine neue Finanzierung abschließen. Nutzen Sie jetzt unseren Forward Darlehen Rechner, um die aktuellen Konditionen zu erfahren.

    3.) Wählen Sie für Ihre Anschlussfinanzierung eine lange Zinsbindung von mindestens zehn oder fünfzehn Jahren aus und setzen Sie die anfängliche Tilgung auf mindestens zwei Prozent pro Jahr, damit machen Sie im Augenblick nichts falsch.

    Den richtigen Zeitpunkt in Sachen Zinstrend erkennen: Unsere Berater vor Ort helfen dabei

    Inflationsrate, Leitzinssenkung, Anleihekaufprogramm – die Zinsentwicklung basiert auf einem vielschichtigen Geflecht aus Einflussfaktoren, was es Laien erschwert, sich zurechtzufinden. Befragen Sie hierzu einfach unsere Spezialisten für Baufinanzierung: Sie helfen Ihnen dabei, den künftigen Verlauf der Bauzinsen richtig einzuschätzen und zeigen Ihnen, wann der ideale Zeitpunkt für Ihre Finanzierung gekommen ist.

    Auf Wunsch suchen sie auch passende Finanzierungsangebote mit günstigen Zinsen für Sie aus einem Portfolio von über 250 namhaften Bankpartnern heraus. Wenden Sie sich dazu an Ihren persönlichen Berater vor Ort und erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden Rückmeldung auf Ihre Anfrage. Für unsere Kunden ist dieser Service vollkommen unverbindlich und kostenlos.

    Ermitteln Sie schnell und einfach, wie die Zinsen für Ihr Vorhaben stehen und wie hoch die monatliche Rate ist.

    Erfahren Sie mehr zu den aktuellen Bauzinsen und wie sie sich auf Ihre Baufinanzierung auswirken.

    Entwicklung der Zinsen

    Unser Zinschart zeigt Ihnen den Zinsverlauf der letzten Jahre bei verschiedenen Zinsbindungen.

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    Aktuelle Bauzinsen: Wo stehen die Zinsen, und wie geht es 2018 weiter?

    Im Oktober 2016 hatten die Bauzinsen mit 10-jähriger Zinsbindung nach langer Talfahrt ihren vorläufigen Tiefststand von 0,69 Prozent ereicht. Seitdem ging es wieder bergauf, heute stehen sie bei 1,10 Prozent. Ausgelöst wurde dieser Anstieg unter anderem von der Drosselung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) ab April 2017. In 2017 haben sich die Bauzinsen dann kontinuierlich seitwärts entwickelt. Wie geht es in 2018 weiter, und welcher Zeitpunkt ist im Hinblick auf die Zinsen der perfekte für einen Immobilienkauf? Dieser Frage wollen wir hier auf den Grund gehen.

    Wir sind für Sie da!

    Sie wünschen sich eine kostenlose, umfassende Beratung zu Ihrer Baufinanzierung?

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    Der aktuelle Stand der Bauzinsentwicklung und Prognosen für die Zukunft

    Wie sieht es bei den Bauzinsen aktuell aus, wo stehen sie gerade und wohin werden sie in Zukunft tendieren? Damit beschäftigt sich jeder, der vorhat, eine Immobilie zu kaufen und dafür ein Darlehen aufzunehmen. Denn die Bauzinsen, oder auch Hypothekenzinsen, wirken sich entscheidend darauf aus, wie teuer der Immobilienkredit letztlich wird. Nur wenige Prozentpunkte Unterschied im Sollzins können bereits mehrere tausend Euro Ersparnis ausmachen.

    Die große Frage lautet also: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Baufinanzierung zum bestmöglichen Zins abzuschließen? Antworten darauf findet nur, wer sich eingehend mit der Bauzinsentwicklung auseinander setzt. In diesem Artikel begleiten wir Sie Frage für Frage durch diesen Lernprozess hindurch. Dabei verdeutlichen wir, wie unsere Spezialisten die Situation der Bauzinsen einschätzen und wie Sie sich das nötige Wissen aneignen, um eine gute Entscheidung für Ihre Finanzierung zu treffen.

    Die heutige Situation: Wo stehen die Hypothekenzinsen aktuell?

    Schon seit Jahren sind die Hypothekenzinsen für Immobilienkredite sehr niedrig. Was Sparern zu schaffen macht, weil sie kaum noch etwas für ihre Geldanlagen bekommen, erfreut Hauskäufer – denn Finanzieren ist im Augenblick richtig günstig. Unser Bauzinsen Rechner zeigt Ihnen, welche tagesaktuellen Zinskonditionen Sie – nach Zinsbindungen gestaffelt – bei Dr. Klein derzeit erhalten.

    Aktuellen Bauzinsen von Dr. Klein

    So nutzen Sie unseren Zinsrechner: Geben Sie links einfach die Daten zu Ihrem Finanzierungswunsch ein. Im Feld "Vorhaben" können Sie wählen, ob es sich um einen Kauf, einen Neubau oder eine Anschlussfinanzierung handelt. Bei "Sollzinsbindung" wählen Sie aus, wie lange Sie sich festlegen möchten. Dann benötigt der Rechner noch den Wert der Immobilie ("Objektwert"), die benötigte Darlehenssumme und den von Ihnen gewünschten, anfänglichen Tilgungssatz. Im Ergebnisbereich bekommen Sie dann angezeigt, welchen Zins Ihnen Dr. Klein tagesaktuell für Ihren konkreten Finanzierungswunsch bietet und welche Monatsrate dabei heraus kommt. Beachten Sie aber: Es handelt sich hier erstmal nur um einen groben Anhaltspunkt und kein verbindliches Angebot.

    Persönlichen Zins ermitteln

    Leichter Zinsanstieg seit Oktober 2016 – was bedeutet er für Hauskäufer?

    Nach einer langanhaltenden Niedrigzinsphase verzeichneten wir ab Oktober 2016 erstmals wieder einen dauerhaften Anstieg der aktuellen Bauzinsen von 0,69 Prozent auf heute 1,10 prozent. Deshalb fragen unsere Kunden, ob diese Entwicklung der Bauzinsen nun von Dauer sein wird und was er für ihre Entscheidung bedeutet: Ist nun plötzlich Eile geboten, um sich schnell noch die guten Zinsen zu sichern? Diese Situation wollen wir an dieser Stelle einmal einordnen und die Frage beantworten. Ganz klar: Wir raten in Sachen Immobilienkauf nach wie vor zur Besonnenheit. Der neuerliche Zinsanstieg ist kein Grund, plötzlich hektisch zu werden oder gar übereilte Kaufentscheidungen zu treffen.

    Warum sehen wir den Anstieg der Bauzinsen gelassen?

    Wir betrachten die Situation mit einer gewissen Gelassenheit, weil die Hypothekenzinsen in den vergangenen Jahren ganz objektiv betrachtet auf ein extremes Minimum gefallen sind und dort auch heute noch verweilen. Wie unsere hausinternen Daten zeigen, lag unser Bestzins für Kredite mit 10-jähriger Zinsbindung seit dem Frühjahr 2014 stets unter der 2-Prozent-Marke und sank im Oktober 2016 sogar auf ein Allzeittief von 0,69 Prozent pro Jahr. Der Anstieg, den wir in den letzten Wochen verzeichneten, beträgt etwa 0,4 Prozentpunkte hinter dem Komma, womit der Bestzins für zehnjährige Zinsbindungen aktuell bei etwa 1,10 Prozent pro Jahr liegt.

    Im Vergleich dazu: Vor genau zehn Jahren war ein Zinsniveau von 4 Prozent pro Jahr für denselben Kredit gang und gäbe. Ein Anstieg bedeutet also nüchtern betrachtet nichts anderes als eine Rückkehr zur Normalität. Zwar rechnen auch unsere Spezialisten damit, dass die Zinsen für eine Baufinanzierung langfristig eher wieder steigen werden. Sie gehen aber davon aus, dass die Zinsen für Immobilienfinanzierungen auch in 2018 auf einem sehr günstigen Niveau bleiben. Es besteht derzeit keine Gefahr eines eklatanten Zinssprungs. Trotzdem möchten wir im Folgenden verdeutlichen, welche Konsequenzen steigende Bauzinsen für Ihre Baufinanzierung haben.

    Steigende Bauzinsen heißen: Geringere Darlehenssummen, höhere Monatsraten, längere Laufzeiten

    Ziehen die Zinsen für Baufinanzierungen an, heißt das für Immobilienkäufer im ersten Moment: Sie können sich mit ihrem Einkommen weniger Eigenheim leisten, sie nehmen also niedrigere Darlehen auf und versuchen, ihr Haus oder ihre Wohnung günstiger zu erwerben. Gleichzeitig bedeuten steigende Bauzinsen in der Regel, dass entweder die Monatsraten oder die Gesamtlaufzeiten der Baufinanzierungen in die Höhe klettern.

    Warum ist das so? Viele Immobilienkäufer wissen von Beginn an, wie viel sie sich pro Monat leisten können und haben sich eine bestimmte Obergrenze gesetzt, sagen wir 900 Euro. Diese 900 Euro zahlen Sie Monat für Monat an die Bank. Ein Teil der Rate fließt in die Begleichung der Restschuld, der andere Teil geht als Sollzins an die Bank. Dahinter steht eine klare Logik: Je höher der Sollzins von Beginn an ausfällt, desto höher ist sein Anteil an der Rate und desto geringer ist der Anteil, der in die Restschuld fließt. Umso länger dauert es, die Schulden abzutragen.

    Bei gestiegenen Hypothekenzinsen haben Immobilienkäufer also im Hinblick auf ihr Budget nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie akzeptieren die Situation und nehmen in Kauf, dass sich die ganze Rückzahlung in die Länge zieht, oder sie erhöhen die gesamte Rate und damit den Tilgungsanteil, um in der vorgesehenen Zeitspanne zu bleiben.

    Wieviel kosten steigende Bauzinsen?

    Wie heißt es doch so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Unsere Einschätzungen, wie es mit den Bauzinsen weitergeht, mögen eine erste Orientierungshilfe für Sie darstellen. Dass sie momentan eher langsam und moderat mit wenigen Prozentpunkten hinter dem Komma ansteigen, kann im ersten Moment beruhigend sein. Greifbarer wird das alles für Sie, indem Sie die Unterschiede durchrechnen. Dabei sind Ihnen zwei Tools behilflich: Unser Bauzinsen-Chart und unser Kreditrechner. Wir begleiten Sie an dieser Stelle durch ein Rechenbeispiel hindurch.

    Welche Zinsanstiege waren in den vergangenen Jahren üblich, und mit welchem ist in den kommenden Monaten maximal zu rechnen?

    Im ersten Schritt werfen wir anhand des Zinscharts einen kurzen Blick in die Vergangenheit:

    Wir wählen darin den Reiter „10 Jahre“ aus, weil Kredite mit zehnjährigen Zinsbindungen derzeit sehr verbreitet sind. Betrachtet man die Kurve, die das Zinschart daraufhin ausgibt, so zeichnet sich für die Vergangenheit folgendes Bild ab:

    In Zeiten stärkerer, langanhaltender Anstiege, zum Beispiel zwischen August 2005 (3,41% p.a.) und Juni 2008 (4,96% p.a.), ist der Zins pro Jahr im Schnitt um etwa 0,5 Prozentpunkte gestiegen.

    Daraus lässt sich ableiten: Selbst, wenn die Hypothekenzinsen ab sofort wieder anziehen und langfristig steigen, dann ist ein jährlicher Anstieg von maximal 0,5 Prozentpunkten üblich. Das bedeutet gleichzeitig: Es kann als unwahrscheinlich angesehen werden, dass die Bauzinsen aktuell innerhalb der nächsten 12 Monate um mehr als 0,5 Prozentpunkte steigen.

    Wie viel mehr macht ein Anstieg von 0,5 Prozentpunkten aus?

    Um das herauszufinden, stellen wir nun mithilfe des Kreditrechners einen Vergleich an.

    Darlehensbetrag: 250.000 Euro

    Darlehensbetrag: 250.000 Euro

    Sollzinsbindung 10 Jahre

    Sollzinsbindung: 10 Jahre

    Fester Sollzins: 0,7 Prozent p.a. (entsprechend dem Topzins im Oktober 2016)

    Fester Sollzins: 1,2 Prozent

    Anfängliche Tilgung: 3 Prozent p.a.

    Anfängliche Tilgung: 3 Prozent p.a.

    Ergebnis: Monatliche Rate 770,83 Euro, Restschuld nach 10 Jahren: 172.336 Euro

    Ergebnis: Monatliche Rate 875,33 Euro, Restschuld nach 10 Jahren: 170.356 Euro

    In der Vergleichsrechnung tauschen wir lediglich eine Variable aus, den festen Sollzins. Im vorigen Abschnitt sprachen wir davon, dass maximal 0,5 Prozentpunkte Anstieg oder Abfall (je nachdem, in welcher Phase sich die Marktzinsen gerade befinden) pro Jahr üblich sind. Zeichnen wir hier im Vergleich also das Worst-Case-Szenario von 0,5 Prozentpunkten Anstieg innerhalb des kommenden Jahres nach und setzen den Sollzins von 0,7 Prozent auf 1,2 Prozent pro Jahr herauf.

    Sie sehen daran: Die monatliche Rate ist aufgrund des Zinsanstiegs um gut 100 Euro gestiegen, weil Sie aber trotz gestiegener Bauzinsen immer noch gleich viel tilgen (nämlich 3 Prozent pro Jahr) ist die Restschuld nach 10 Jahren um etwa 2.000 Euro geringer. Daraus wird ersichtlich: Wenn die Zinsen steigen, wirkt sich das auf Ihre monatliche Belastung aus, die dann ebenfalls steigt.

    Fazit: Jetzt kaufen oder doch noch warten?

    Diese Entscheidung, ob Sie Ihren Immobilienerwerb jetzt umsetzen wollen oder nicht, können wir Ihnen natürlich nicht abnehmen. Mit unserer Beispielrechnung haben wir versucht, das Risiko steigender Bauzinsen anhand von konkreten Geldbeträgen zu skizzieren, aber die Ergebnisse werden mit Sicherheit von jedem anders interpretiert:

    Für den einen sind 100 Euro mehr bei der monatlichen Rate inakzeptabel, für den anderen kaum der Rede wert. Wir bleiben dabei: Lassen Sie sich von 0,5 Prozentpunkten mehr oder weniger nicht hetzen. Wichtig ist, einen Immobilienkauf in Ruhe anzugehen und die Entscheidung niemals überstürzt zu treffen. Zudem gibt es Mittel und Wege, den Anstieg der Hypothekenzinsen wieder abzufedern, worauf wir in den folgenden Abschnitten eingehen.

    Tipps zur Bauzinsentwicklung: Durch anfängliche Tilgung und Sondertilgungen die Belastung reduzieren

    In diesem Abschnitt geht es darum, wie Sie mögliche Zinsanstiege ausgleichen können. Eines müssen Sie bei allen Überlegungen im Hinterkopf behalten: Sobald Sie sich einmal für eine Zinsbindung entschieden haben, steht Ihre monatliche Rate für die kommenden Jahre fest. So ist es zumindest, wenn Sie Ihre Baufinanzierung mit einem Annuitätendarlehen gestalten, was unseren Daten zufolge etwa 70 Prozent aller Immobilienkäufer tun.

    Das bedeutet für Sie: Beeinflussen können Sie die Monatsrate nur, bevor Sie die Entscheidung gefällt und den Darlehensvertrag unterschrieben haben. In der Zeit danach, wenn das Darlehen bereits läuft, sind Ratenveränderungen in der Regel nur in seltenen Fällen möglich. Zu Beginn haben Sie aber die Möglichkeit, auf gestiegene Hypothekenzinsen zu reagieren und vor Abschluss des Vertrags an bestimmten Stellschrauben zu drehen.

    Mit einer niedrigeren, anfänglichen Tilgung starten

    Steigen die Zinsen, ist Ihre selbst gesetzte Obergrenze für die Monatsrate des Darlehens in Gefahr. Wenn Sie die Rate unbedingt dabei belassen wollen, gibt es nur eine Möglichkeit: Die anfängliche Tilgungsrate herabzusetzen. In der Beispielrechnung hatten wir sie mit 3 Prozent pro Jahr definiert. Das bedeutet: Sie tilgen im ersten Jahr direkt drei Prozent Ihrer Restschuld. Das wäre zwar wünschenswert, ist aber kein Muss. Indem Sie sich beispielsweise für eine zweiprozentige, anfängliche Tilgung entscheiden, können Sie die Obergrenze Ihrer monatlichen Rate beibehalten.

    Die Konsequenz daraus: Weil Sie nun im selben Zeitraum weniger von der Restschuld abtragen, verlängert sich dadurch der Zeitraum, in dem Sie Ihre Baufinanzierung beglichen haben werden, um einige Jahre nach hinten heraus. Überlegen Sie sich genau, ob Ihnen die geringere Monatsrate das wert ist und ziehen Sie bei Unsicherheiten einen Spezialisten zurate.

    Mehr Eigenkapital beisteuern

    Bei steigenden Zinsen gehört Eigenkapital zu den effektivsten Maßnahmen mit zinssenkender Wirkung. Denn hierbei gilt: Banken geben Ihnen im Gegenzug für jeden Cent, den Sie selbst zur Finanzierung der Immobilie beisteuern, einen besseren Sollzins. Und zwar sinkt er pro zehn Prozent niedrigerem Beleihungswert um etwa 0,1 Prozentpunkte.

    Haben Sie zuvor mit dem Gedanken gespielt, einen Teil Ihres Vermögens nicht direkt in den Kauf zu investieren sondern zurückzubehalten, so kann sich Umdenken nun bei steigenden Bauzinsen lohnen. Denn dadurch verbessern Sie den Ihnen angebotenen Sollzins wieder zu Ihren Gunsten. Andere Möglichkeit: Mehr Eigenkapital per Privatkredit mit günstiger Verzinsung von Verwandten leihen und auf diese Weise den Sollzins optimieren. Übrigens: Eine Baufinanzierung, die gänzlich auf Eigenkapital verzichtet, ist fast ausschließlich in Niedrigzinszeiten möglich, und dann auch nur, wenn Sie über eine überdurchschnittlich hohe Bonität verfügen und ein sehr wertstabiles Objekt ins Auge gefasst haben.

    Bei Vertragsabschluss kostenlose Sondertilgungsoptionen bedenken

    Sondertilgungen sind Extrazahlungen, die Sie zusätzlich zu den monatlichen Raten leisten, während das Darlehen bereits läuft. Nun fragen Sie sich möglicherweise, woher nehmen? Denkbar als Quelle sind beispielsweise Gehaltserhöhungen oder Erbschaften, von denen Sie heute noch nichts wissen.

    Genauso gut kann es sich aber um Einkünfte handeln, die Ihnen bereits heute bekannt sind, zum Beispiel die Auszahlung einer kapitalbildenden Lebensversicherungsprämie oder die Zuteilungsreife eines Bausparvertrags. Ob bewusst geplant oder überraschend möglich geworden: Steht Ihnen plötzlich mehr Geld zur Verfügung, dann ist es optimal, wenn Ihre Baufinanzierung kostenlose Sondertilgungen erlaubt. Anders als direkt eingebrachtes Eigenkapital können die Sonderzahlungen zwar den Sollzins nicht senken.

    Sie haben aber einen anderen, mildernden Effekt: Sie kürzen die Laufzeit des Darlehens, weil sie die Restschuld rapide herabsetzen. Weil der anfangs vereinbarte Sollzins immer auf die sinkende Restschuld angerechnet wird, reduzieren Sie durch Sonderzahlungen die anfallenden Zinskosten ganz erheblich. Achten Sie aber darauf, dass die Möglichkeit zu kostenlosen Sondertilgungen expplizit in Ihrem Vertrag stehen, denn einen generellen Anspruch darauf haben Immobilienkäufer nicht.

    Die Zinsbindung bewusst wählen: kurz oder lang

    In der Niedrigzinsphase der vergangenen Jahre, die bis heute anhält, empfehlen unsere Spezialisten grundsätzlich auf möglichst lange Zinsbindungen zu setzen. Logisch: Den sehr niedrigen Zinssatz sollte sich jeder möglichst lange sichern, um sich vor steigenden Zinsen zu schützen. Bei dieser Empfehlung bleiben wir aktuell auch, weil die Zinsen wie oben bereits skizziert in den kommenden Monaten nur sehr moderat steigen werden.

    Allerdings: Je länger Sie sich nun mit dem Kauf Zeit lassen, desto genauer sollten Sie die Situation im Auge behalten. Kurze Zinsbindungen von beispielsweise fünf Jahren sind vor allem dann sinnvoll, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Zinsen in Kürze wieder sinken werden, der Scheitelpunkt also erreicht ist. Denn damit halten Sie sich ein Hintertürchen offen und kommen schnell wieder aus Ihrem Darlehensvertrag heraus, um Ihre finanzielle Belastung mit niedrigeren Sollzinsen wieder zu reduzieren.

    Nicht mehr allzu lange mit der Anschlussfinanzierung warten

    Anschlussfinanzierer haben in der heutigen Lage einen besonderen Vorteil: Sie können sich die jetzt noch gültigen, niedrigen Hypothekenzinsen sichern, obwohl sie das Darlehen noch gar nicht sofort brauchen. Bis zu fünfeinhalb Jahre, bevor Ihre jetzige Finanzierung ausläuft und deren Restschuld fällig wird, können Sie im Voraus ein sogenanntes Forward Darlehen abschließen, zu den heute geltenden Zinsen.

    Damit hebeln Sie Ihr Zinsänderungsrisiko aus. So müssen Sie nicht befürchten, in fünfeinhalb Jahren aufgrund gestiegener Bauzinsen plötzlich eine höhere Monatsrate tragen oder Ihr Darlehen viel länger als geplant abzahlen zu müssen. Es lohnt sich, bei Ungewissheit noch einmal die aktuellen Vertragsunterlagen zu checken, um die Restlaufzeit zu ermitteln. Da unsere Spezialisten langfristig mit steigenden Zinsen für Baufinanzierungen rechnen, macht sich der Blick in die Unterlagen schnell bezahlt.

    Der Blick in die Zukunft: Wodurch werden Bauzinsen überhaupt beeinflusst?

    Viele Immobilienkäufer wünschen sich eine noch genauere Prognose, wenn es um die Vorhersage der aktuellen Bauzinsen geht. Ihren Verlauf vorherzusehen, ist aber verhältnismäßig schwierig. Die Baufinanzierungszinsen stehen selbstverständlich in einem engen Zusammenhang mit wirtschaftlichen Entwicklungen.

    Es sind teilweise ganz unterschiedliche Einflussfaktoren, die dafür sorgen, dass hierzulande die Hypothekenzinsen aktuell steigen oder fallen. Häufig wird dabei auf den Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) verwiesen. Richtig ist: Steigen die Leitzinsen, steigt auch das allgemeine Zinsniveau, also auch das der Bauzinsen. Der Leitzins löst aber entgegen der landläufigen Meinung keine direkte Reaktion der Bauzinsen aus, im Gegenteil: Sie fangen in der Regel bereits an zu steigen, bevor es der Leitzins tut, und sie fallen, bevor er fällt.

    Denn der Markt stellt sich immer schon darauf ein, wie die EZB handeln wird, bevor sie den Schritt vollzogen hat. Daraus ergibt sich, dass der Leitzins keinen Anhaltspunkt für das künftige Verhalten der Bauzinsen bietet. Anders sieht es mit den deutschen Staatsanleihen aus: Sie sind tatsächlich eine recht verlässliche Orientierungshilfe, wenn es darum geht, welche Richtung die Hypothekenzinsen in den kommenden Wochen und Monaten einschlagen werden.

    Vereinfacht gesagt: Die Staatsanleihen beeinflussen die Pfandbriefanleihen, und die wiederum haben Auswirkungen auf die Bauzinsen, weil Banken die Baukredite, die sie vergeben, darüber refinanzieren. Je günstiger die Pfandbriefe dastehen, desto bessere Zinsen geben die Banken an ihre Kunden weiter. Den genauen Zusammenhang skizziert ausführlich unser Artikel rund um das Thema EZB-Leitzins.

    Die Entwicklung aktueller Hypothekenzinsen richtig einschätzen mit den Spezialisten von Dr. Klein

    Auf dieser Seite haben wir Sie an das Thema Bauzinsentwicklung herangeführt und Ihnen Tipps mit an die Hand gegeben, wie Sie steigende Bauzinsen abfedern können. Doch wir wissen auch: Das Thema ist komplex, und es erfordert nicht nur Know-how, sondern auch ein bisschen Mut, zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung zu treffen.

    Lassen Sie sich von unseren Spezialisten für Baufinanzierung dabei helfen: Sie beantworten nicht nur Ihre Fragen rund um die aktuelle Zinssituation, sondern suchen auch aus über 250 namhaften Bankpartnern Angebote mit Topzinsen für Sie heraus. Füllen Sie dazu einfach unsere Finanzierungsanfrage aus, Sie erhalten binnen 24 Stunden Rückmeldung von Ihrem persönlichen Berater vor Ort.

    Entwicklung der Zinsen

    Unser Zinschart zeigt Ihnen den Zinsverlauf der letzten Jahre bei verschiedenen Zinsbindungen.

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    repräsentatives Beispiel für einen Nettodarlehensbetrag 190.000€

    Источники: http://www.zinsentwicklung.de/zinsrechner.html, http://www.zinsentwicklung.de/zinsprognose.html, http://www.zinsentwicklung.de/bauzinsen.html

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