Billigste bank

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    Kostenloses Girokonto

    So bekommen Sie das günstigste Girokonto

    • Zuletzt aktualisiert: 21. August 2017
    • Von: Josefine Lietzau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Beim Girokonto können diverse Kosten zusammenkommen: Kontoführungsgebühren, Jahresgebühren für die Kreditkarte, Abhebegebühren und Fremdwährungsgebühren.
    • Insbesondere Direktbanken bieten kostenlose Konten zu guten Konditionen an.
    • Aber sogar dort sollten Sie aufpassen: Viele Banken bewerben ihr Angebot als kostenlos, es entstehen aber Kosten um die Kontoführung herum.
    • Achten Sie bei der Suche nach dem richtigen Konto auch auf das Automaten-Netzwerk und die Finanzkraft der Bank.
    • Beim Online-Banking sollten Sie unbedingt auf die Sicherheit achten: Ein guter Virenschutz und eine sichere Internetverbindung sind das A und O.

    So gehen Sie vor

    • Mit unserem Girokontorechner können Sie das für sich passende Girokonto finden. Wir zeigen die Kontoführungsgebühren und rechnen anhand eines Beispielkunden aus, was das Konto tatsächlich kostet.
    • Falls die ausgewählte Bank Ihnen kein Girokonto eröffnen will, kontrollieren Sie Ihre Schufa-Bewertung. Auch ein Basiskonto kann ein Ausweg sein.
    • Wir empfehlen Ihnen die Girokonten der Comdirect und der Norisbank, falls kein Geld auf dem Konto eingeht. Sofern Sie regelmäßige Geldeingänge haben, empfehlen wir Ihnen ebenso das DKB-Cash Girokonto und das Kombi-Konto der Santander Consumer Bank.
    • Lassen Sie überschüssiges Geld nicht auf dem Girokonto ruhen, sondern legen Sie es auf einem Tagesgeldkonto mit höheren Zinsen an. Auf das Girokonto gehört nur gerade so viel, dass Sie nicht in den Dispo rutschen.

    Ohne Girokonto läuft in Deutschland so gut wie nichts. Der Arbeitgeber überweist das Gehalt auf das Girokonto, wichtige Zahlungen wie die Miete oder Versicherungsbeiträge gehen davon ab. Kein Wunder also, dass viele Verbraucher nach einem kostenlosen Girokonto suchen.

    Allerdings wird es zunehmend schwieriger, solche Konten zu finden. Denn die Banken reagieren auf die Niedrigzinsphase, indem sie Kontoführungsgebühren einführen oder erhöhen. Auch für andere Leistungen steigen die Preise, zum Beispiel für die Girocard (früher: EC-Karte), beleghafte Überweisungen oder gar für jede Kontobewegung.

    Doch es gibt weiterhin Banken, die kostenlose Girokonten anbieten. Die Kosten, die neben der Kontoführung anfallen, sind bei diesen Anbietern relativ gering. Wer ein passendes Girokonto sucht, findet es über den Finanztip-Girokontorechner:

    Finanztip weist im Rechner nicht nur die Kontoführungsgebühren aus. Anhand eines Beispielkunden berechnen wir die Gesamtkosten. Zudem zeigen wir Ihnen an, wo Sie kostenlos Geld abheben können oder aber, ob das Konto teurer wird, falls der Geldeingang zu niedrig ist.

    Wie viel kostet das Girokonto?

    Kosten für ein Girokonto entstehen vor allem an diesen Punkten:

    Jahresgebühr – Das ist die Grundgebühr, die Sie für das Girokonto bezahlen. Einige Banken verzichten komplett auf diese sogenannte Kontoführungsgebühr; andere senken sie, falls regelmäßig Geld auf dem Girokonto eingeht. Manche Banken sind dabei mit einem beliebigen Geldeingang zufrieden, andere fordern konkret einen Gehaltseingang.

    Kosten für eine Kreditkarte – Viele Banken bieten zusätzlich eine Kreditkarte an, durch die Kosten entstehen können.

    Kosten für eine Girocard (früher: EC-Karte) – Einige Banken verlangen Jahresgebühren für die Girocard. Das ist insbesondere bei Filialbanken der Fall.

    Gebühren für eine Zweit-/Partnerkarte – Banken können Gebühren erheben, falls Sie eine Zweitkarte für Ihren Lebenspartner oder ein anderes Familienmitglied beantragen. Das gilt für Girocards und für Kreditkarten.

    Kosten für Überweisungen – Wenn Sie Geld überweisen, können Kosten entstehen, vor allem, falls es sich um Überweisungen auf Papier handelt. Manche Banken verlangen auch weitere Gebühren für Überweisungen in einer fremden Währung.

    Kosten beim Bezahlen – Auch beim Bezahlen oder Abheben in fremder Währung können Kosten entstehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Girocard oder die Kreditkarte nutzen.

    Sollzinsen – Diese fallen an, falls Sie Ihr Konto überziehen. Dispozinsen berechnet die Bank, wenn Sie Ihr Konto innerhalb des von der Bank gewährten Rahmens überziehen. Wenn Sie Ihr Konto darüber hinaus überziehen, werden Überziehungszinsen fällig, die bei einigen Banken deutlich höher sind. Die Dispozinsen unterscheiden sich von Bank zu Bank deutlich. So beträgt der Zins durchschnittlich 9,91 Prozent, kann aber auch bei rund 14 Prozent liegen („Finanztest“, Ausgabe 9/2016). Wir haben 15 Banken mit niedrigen Dispozinssätzen aufgelistet.

    Eigentlich sollten Verbraucher den Dispo möglichst selten nutzen. Doch manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Wer öfter ins Minus rutscht, sollte bei der Kontowahl neben den weiteren Konditionen deshalb auch auf den Dispozins achten.

    Der von den Banken angegebene Dispozins ist der nominale Zinssatz und berücksichtigt nicht ein, dass die Kunden ihre Disposchulden nicht immer begleichen. Der effektive Zinssatz fällt dadurch höher aus.

    Die fünf Banken mit den niedrigsten Dispozinsen im Vergleich

    ¹ nimmt nur Privatkunden mit christlichen Werten

    Quellen: Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2017), Internetseiten der Banken, Finanztip-Berechnung (Stand: 1. Juni 2017)

    Wenn Sie ein neues Bankkonto eröffnen wollen, sollten Sie nicht nur auf diese Kosten schauen, sondern auch die Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken lesen. Denn manche Banken verlangen ungewöhnliche Gebühren, zum Beispiel für den Versand der mTAN beim Online-Banking oder bei jeder Kontobewegung.

    Bei Direktbanken 100 Euro und mehr pro Jahr sparen

    Es gibt viele Banken, die kostenlose Girokonten mit einem relativ niedrigen Dispozinssatz anbieten. Die besten dieser Angebote stammen meist von Direktbanken, die die Kontoführung vollständig über das Internet abwickeln und keine Filialen unterhalten müssen. Alle Beratung erfolgt telefonisch.

    Bei vielen Angeboten erhalten Sie zusätzlich eine kostenlose Kreditkarte, die Sie jedoch nicht nutzen müssen. Sie haben damit allerdings den Vorteil, auch im Ausland kostengünstig bezahlen und Geld abheben zu können. Falls die Bank weder dem Automaten-Netzwerk Cashpool noch der Cash Group angeschlossen oder eine Sparkasse oder Volksbank ist, können Sie mit der Kreditkarte auch in Deutschland kostenlos abheben. Das spart nicht nur Gebühren, sondern macht Sie zudem flexibel beim Geldabheben.

    Das ist gut so, denn Sie zahlen in manchen Fällen recht hohe Gebühren, falls Sie bei einem fremden Automaten Geld mit der Girocard abheben.

    Beispiele für Kosten bei Fremdabhebungen

    Quelle: Websites der Anbieter (Stand 30. November 2017)

    Die Kosten bestimmt der Automatenbetreiber, sie werden vor dem Abheben angezeigt – manchmal jedoch recht spät im Prozess. Sie können den Vorgang abbrechen und einen anderen Automaten suchen. Es ist also komfortabler, mit der Kreditkarte überall Geld abzuheben, falls das kostenlos möglich ist. Diese Gebühren bestimmt die Bank in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis.

    Die Girokonten der Filialbanken sind insgesamt meist teurer als die Angebote bei Direktbanken. Im August 2016 haben wir günstige Online-Konten mit Filialkonten verglichen. Unser Musterkunde gab für das Girokonto bei der Filialbank bis zu 200 Euro mehr aus als bei Direktbanken. Wenn Sie nicht auf die Bankfiliale und deren Service verzichten wollen, können Sie sparen, indem Sie das Kontomodell wechseln oder zumindest Online-Banking betreiben.

    Typische Kosten von Sparkassen und Volksbanken (pro Jahr)

    Quelle: Finanztip-Berechnung, auf glatte Euro gerundet, auf Grundlage von Preisaushängen, Preis- und Leistungsverzeichnissen sowie Websites der Anbieter (Stand: Juli/August 2016)

    Kostenlos ist nicht gleich kostenlos

    Viele Banken bewerben ihr Girokonto als kostenlos. Doch tatsächlich können, wie oben gezeigt, um die Kontoführungsgebühr herum jede Menge Kosten anfallen – zum Beispiel für die Kreditkarte, bei Auslandsüberweisungen oder bei Zahlungen in Fremdwährung (mehr dazu im nebenstehendem Video). Das ist nicht immer rechtens. So urteilte das Landesgericht Düsseldorf, dass eine Bank das Girokonto nicht als kostenlos bewerben darf, falls sie für die Girocard eine Gebühr verlangt (Az. 38 O 68/16). Das Urteil betrifft eine Sparda-Bank und ist noch nicht rechtskräftig. Manche Banken behandeln ihre Kunden unterschiedlich: Kunden mit genügend Geldeingang müssen nichts für die Kontoführung bezahlen; ist der regelmäßige Geldeingang aber zu niedrig, fallen Gebühren an.

    Die wichtigsten Kostenpunkte bei als kostenlos beworbenen Girokonten haben wir in folgender Grafik zusammengefasst:

    Durch diese unterschiedlichen Kosten ist es schwierig, Girokonten miteinander zu vergleichen. Mit dem Finanztip-Girokontorechner vereinfachen wir das: Wir vergleichen die Konten anhand ihrer beispielhaften Gesamtkosten, nicht nur an den Kontoführungsgebühren.

    Was ist beim Girokonto noch zu beachten?

    Beim Girokonto sollten Sie auch die folgenden fünf Punkte beachten.

    1. Ihre Girocard verwendet das Maestro- oder V-Pay-Bezahlsystem

    Maestro und V-Pay sind Bezahlsysteme der Anbieter Mastercard (Maestro) und Visa (V-Pay). Bankkarten verwenden meist eines dieser Systeme. Innerhalb Europas akzeptieren sowohl Bankautomaten als auch Händler beide Bezahlsysteme. Weltweit ist hingegen nur Maestro verbreitet. V-Pay-Karten werden zwar inzwischen auch außerhalb Europas angenommen, das hängt jedoch von Ihrer Bank sowie den Händlern und Geldautomaten ab.

    Bei einigen Anbietern erhalten Sie zusätzlich zur Girocard eine kostenlose Kreditkarte, mit der Sie dann weltweit bezahlen und Geld abheben können. Der Nachteil hebt sich bei diesen Girokonten also auf.

    Zusätzlich funktionieren die meisten Bankkarten in Deutschland über das nationale Bezahlsystem Girocard, umgangssprachlich immer noch als das Zahlen mit EC-Karte bekannt – die meisten Händler nehmen entsprechende Karten an. Außerdem können Sie so an den meisten Automaten Geld abheben; die Kosten dafür bestimmt der Geldautomaten-Betreiber.

    Aufgrund der europäischen Verordnung zu Interbanken-Entgelten können Sie zukünftig theoretisch an der Kasse entscheiden, ob Sie mit der Girocard-Funktion der Karte bezahlen wollen oder mit V-Pay beziehungsweise Maestro. Die Wahl ist allerdings nur für die Händler wichtig: Denn sie entrichten je nach System unterschiedliche Gebühren für das Bezahlen. Die Händler werden also in der Regel den für sie günstigsten Weg auswählen.

    2. Wo Sie Geld abheben können

    Die Sparkassen und Volksbanken besitzen ein großes Automatennetzwerk. Kunden können also vielerorts in den Filialen kostenlos mit der Girocard Geld abheben. Die Privatbanken lösen diese Frage über die Automatennetzwerke Cash Group und Cashpool.

    Bei Banken ohne Automatennetzwerk greifen Kunden am besten zur Kreditkarte. Mastercard und Visa machen keine Angaben dazu, an wie vielen Automaten ihre Karten akzeptiert werden. Bei den meisten Automaten dürfte es keine Probleme geben.

    Geldautomaten-Verbünde

    Quelle: Websites der Anbieter (Stand: November 2017)

    3. Parken Sie freie Mittel nicht auf Ihrem Girokonto, sondern auf einem Tagesgeldkonto

    Einige wenige Anbieter werben noch mit einer Verzinsung des Girokontos. Das sollte jedoch kein Aspekt bei der Kontosuche sein. Denn der Zins liegt deutlich unter der Verzinsung, die Sie bei Tagesgeld-Angeboten mit der gleichen Flexibilität erhalten. Wir empfehlen daher, nur so viel Geld auf dem Bankkonto zu lassen, wie Sie für den regelmäßigen Zahlungsverkehr benötigen, und Reserven auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Dabei sollten Sie auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto bei einer sicheren Bank setzen. Falls Ihr Konto-Anbieter kein gutes Tagesgeld im Programm hat, vergleichen Sie am besten über unseren Rechner die Zinsen der Tagesgeldkonten, die den Finanztip-Stabilitätskriterien entsprechen.

    4. Achten Sie auf die Finanzkraft der Bank

    Falls Sie nur kleinere Summen auf dem Girokonto parken, ist der Verlust bei einem Zahlungsausfall der Bank begrenzt. Trotzdem schadet ein Blick auf das Rating der Bank nicht. Es gibt Auskunft über die Finanzkraft des Geldhauses. Zudem sollte die Bank Mitglied in einem europäischen Einlagensicherungsfonds sein. Dadurch sind die Einlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesetzlich garantiert.

    5. Lassen Sie sich nicht durch Zusatzleistungen ködern

    Viele Anbieter bieten Zusatzleistungen wie kleine Prämien für das Bezahlen mit Karte oder eine Gutschrift, falls Sie das Konto auch als Gehaltskonto nutzen. Gegen solche Prämien ist nichts einzuwenden. Wir bewerten die Angebote jedoch in erster Linie nach den regulären Kosten und empfehlen lediglich dann ein Angebot mit Zusatzleistungen, wenn auch die übrigen Konditionen stimmen.

    Wer seine Bankgeschäfte online erledigt, sollte unbedingt einige Punkte zur Sicherheit beachten. Das gilt nicht nur für das gewählte TAN-Verfahren, sondern auch für den Computer. Wie Sie sich bei Bankgeschäften im Internet vor Hackern schützen, lesen Sie in unserem Ratgeber Sicheres Online-Banking.

    Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Girokonto immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Die Girokonto-Empfehlungen von Finanztip

    Falls Sie bereit sind, Ihr Konto zu wechseln, empfehlen wir Ihnen die Girokonten der Comdirect und der Norisbank. Denn mit diesen Konten erledigen Sie nicht nur Ihre Bankgeschäfte schnell und kostengünstig – sie sind vielmehr uneingeschränkt kostenlos bei der Kontoführung: Sie können weltweit kostenlos Geld abheben, und der Dispozins ist vergleichsweise niedrig.

    Geht Geld auf Ihrem Konto ein, gesellen sich die DKB und die Santander Consumer Bank zu den Empfehlungen. Weitere Girokonten finden Sie in unserem Rechner.

    Ein großer Nachteil der meisten Girokonten bei Direktbanken ist, dass Kunden Bargeld nur über Umwege einzahlen können. Sie müssen meist auf Fremdbanken ausweichen, um etwas zu Gunsten ihres Online-Kontos einzuzahlen. Dabei fallen je nach Bank unterschiedlich hohe Gebühren an.

    Einen Ausweg bietet in solchen Fällen das Girokonto der Comdirect. Bei diesem Konto der Commerzbank-Online-Tochter können die Kunden dreimal im Jahr Geld kostenlos an Einzahl-Automaten oder an den Schaltern von Commerzbank-Filialen einzahlen. Jede weitere Einzahlung kostet 1,90 Euro. Dort können sie auch größere Mengen Bargeld abholen, wenn sie das mindestens zwei Tage vorher angemeldet haben.

    Beim Bezahlen mit der Girocard oder der Kreditkarte außerhalb Deutschlands fallen Fremdwährungsgebühren an. Kunden können kostenlos Geld abheben, müssen dabei jedoch zwischen Girocard und Kreditkarte wechseln. Es gilt dabei folgende Regel: In Ländern mit Euro als Währung zücken die Kunden die Girocard, außerhalb der Eurozone die Kreditkarte.

    Comdirect-Kunden erhalten eine Visa-Kreditkarte und eine V-Pay-Girocard. Der größte Unterschied zwischen Comdirect und den weiteren Girokonto-Empfehlungen ist, dass sie in Deutschland nur an den gut 9.000 Automaten der Cash-Group und nicht an so gut wie allen rund 56.000 Automaten kostenlos abheben können. Der Dispokredit liegt bei 6,5 Prozent nominal pro Jahr.

    Comdirect Girokonto

    kostenlose Visa-Karte und Girocard

    • kostenloses Girokonto und Kreditkarte
    • bis zu 100 Euro Bonus nach Kontoeröffnung
    • Dispozins von 6,5 Prozent pro Jahr
    • kostenlos Bargeld abheben mit der Visa-Kreditkarte im Ausland
    • kostenlos Bargeld abheben mit der Girocard an circa 9.000 Automaten der Cash-Group in Deutschland
    • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent
    • Abhebegebühr bei der Kreditkarte in der EU

    Zum kostenlosen Girokonto der Norisbank erhalten Sie sowohl eine Maestro-Girocard als auch eine Kreditkarte von Mastercard. Wie bei der Comdirect müssen Sie zwischen Girocard in Deutschland (Cash Group) und Kreditkarte im Ausland wechseln, um überall kostenlos Geld abzuheben. Beim Bezahlen in einer anderen Währung als Euro fallen bei beiden Karten Gebühren an. Mit 10,85 Prozent ist der Dispozins relativ hoch.

    Besonderheit bei diesem Online-Konto: Sie können Ihre Kontoauszüge an den Terminals der Deutschen Bank kostenlos ausdrucken, falls nötig. Zudem können Sie bei den Geldautomaten der Deutschen Bank Geld einzahlen.

    Norisbank Top Girokonto

    kostenlose Mastercard-Karte und Girocard

    • keine Jahresgebühr
    • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
    • Dispozins von 10,85 Prozent
    • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent

    Beim kostenlosen Girokonto DKB-Cash der zur Bayerischen Landesbank gehörenden Deutschen Kreditbank (DKB) erhalten die Kunden eine V-Pay-Girocard zusammen mit einer Visa-Kreditkarte. Die DKB verlangt Dispozinsen in Höhe von nominal 6,9 Prozent im Jahr (effektiv 7,08 Prozent). Für das Überziehen über den Dispokredit hinaus bezahlen Kunden denselben Prozentsatz.

    Wir empfehlen, stets auf die Visa-Karte zurückzugreifen und die Girocard nur zu benutzen, sofern Kreditkarten nicht akzeptiert werden. Da die DKB keinem Automatenverbund angehört, ist das Abheben mit der Girocard nämlich an fast allen Automaten kostenpflichtig. Die Bank betreibt sehr wenige eigene Automaten in ihren Niederlassungen. Mit der Visa-Karte hingegen kostet Geldabheben am Automaten weltweit nichts extra – es sei denn, die Automatenbetreiber verlangen eine Gebühr. Ungewöhnlich an dem Konto: Kunden können nur Beträge von mehr als 50 Euro mit der Kreditkarte abheben. Es fällt keine Gebühr bei Zahlungen in einer fremden Währung an.

    Falls die Karten abhandenkommen, haften die Kunden nicht wie bei anderen Banken üblich mit bis zu 150 Euro vom Zeitpunkt des Verlustes bis zum Sperren der Karten (Kartenkasko). Das übernimmt die DKB. Außerdem unterstützt die Bank ihre Kunden kostenlos mit einer Notfallkarte und Notfallbargeld, sollte die Karte verloren gegangen sein. Das Geld wird vom Girokonto abgebucht.

    Verbraucher können das Bankkonto ein Jahr lang testen. Danach teilt die Bank die Kunden auf: Gehen im Durchschnitt 700 Euro im Monat auf das Girokonto ein, bleiben die Konditionen bestehen. Ist es weniger Geld, verschlechtern sich die Konditionen etwas. So verlangt die Bank dann vermutlich einen etwas höheren Dispozins, und beim Bezahlen und Abheben außerhalb der Eurozone fällt die Fremdwährungsgebühr an. Außerdem gibt es kein kostenloses Notfallpaket und kein Kartenkasko ohne Selbstbeteiligung.

    Die Bank will eigenen Angaben zufolge jedoch keine Kontoführungsgebühr für das Konto oder jährliche Kosten für die Kreditkarte erheben. Sofern Sie davon ausgehen, dass auf Ihr Konto immer weniger als 700 Euro eingehen werden, sollten Sie gut abwägen, ob die Bank dann noch die passende ist.

    kostenlose Visa-Karte und Girocard

    • kostenloses Girokonto mit Kreditkarte
    • kostenlos Bargeld abheben mit der Visa-Kreditkarte im In- und Ausland
    • keine Gebühr für Zahlungen außerhalb der Eurozone
    • kostenlose Partnerkarten
    • Dispozins von 6,9 Prozent pro Jahr
    • Tagesgeldkonto mit Zinssatz von 0,2 Prozent effektiv pro Jahr
    • Konditionen gelten nur bei 700 € Geldeingang

    Bei der Santander Consumer Bank erhalten Sie ein kostenloses Girokonto samt V-Pay-Girocard und Kreditkarte von Visa. Für die Kreditkarte muss regelmäßig Geld auf dem Konto eingehen, eine Höhe hat die Bank dabei nicht festgelegt.

    Mit der Girocard können Sie an Cashpool-Automaten kostenlos Geld abheben. Empfehlenswerter für das Abheben ist die Kreditkarte, mit ihr erhalten Sie weltweit kostenlos Geld am Automaten. Im Ausland verlangen einige Automatenbetreiber Gebühren, die zahlt die Santander Consumer Bank Ihnen aber auf Antrag zurück. Auch das Bezahlen in einer fremden Währung ist kostenlos.

    Bei der Kreditkarte handelt es sich um eine Revolving-Karte. Das bedeutet: Sie können Ihre Schulden in Raten zurückzahlen (Teilzahlungs-Option). Dies ist aufgrund des hohen Zinssatzes jedoch sehr teuer. Unser Rat: Zahlen Sie auch bei einer Revolving-Karte besser immer den gesamten Betrag auf einmal ab. Bei der Santander Consumer Bank müssen Sie dabei selber den Betrag kontrollieren und überweisen; andere Banken buchen ihn automatisch ab.

    Die Bank staffelt den Dispozinssatz abhängig davon, wie weit Sie ins Minus rutschen. Sie verlangt dabei Zinsen zwischen 8,05 und 11,3 Prozent.

    Santander Consumer Bank Girokonto Kombi

    kostenlose Visa-Karte und Girocard

    • keine Jahresgebühr
    • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
    • keine Gebühr für Zahlungen außerhalb der Eurozone
    • teure Teilzahlungsoption fest eingestellt
    • Kunden müssen aktiv überweisen, um Kosten zu vermeiden
    • Sollzins von 13,98 Prozent effektiv pro Jahr bei Kreditkarte

    Andere Optionen beim Girokonto

    Wer bei unserem Girokontorechner nicht fündig wird, kann das passende Girokonto auch auf andere Weise finden:

    Regionale Anbieter beachten – Der Finanztip-Girokonto-Rechner zeigt bundesweit verfügbare Girokonten an. Es kann jedoch sein, dass in Ihrem Umkreis eine regionale Bank ähnlich günstige Konditionen anbietet.

    Basiskonto – Wer kein normales Girokonto bekommt, hat Anrecht auf ein Basiskonto. Diese Art von Konto muss mit den grundlegenden Funktionen eines Girokontos ausgestattet sein – Lastschriften einrichten, Geld überweisen, mit Karte zahlen sowie Geld einzahlen und abheben. Die Banken können den Kunden zudem einen Dispo gewähren.

    Neue Anbieter – Falls Sie sich für die Entwicklungen in der Finanzwelt interessieren und bereit sind, diese bei Ihren alltäglichen Geldgeschäften auszuprobieren, sind auch die neuen Unternehmen in der Finanzbranche (Fintechs) und deren Nachahmer eine Option für das Girokonto. N26 beispielsweise bietet ein reines Smartphone-Girokonto an, die Sparkassen imitieren dies mit Yomo. Doch diese Innovationen haben ihren Preis und ihre Risiken: So startete N26 komplett kostenlos, schränkte dies aber immer stärker ein. Der Anbieter Avuba versuchte mehrmals, in den Markt einzusteigen, meldete aber Ende November 2016 Insolvenz an.

    Der Girokontowechsel ist einfacher geworden

    Viele Bankkunden scheuen den Girokontowechsel bislang, obwohl er in jüngster Zeit einfacher geworden ist. Etliche Geldinstitute bieten freiwillig einen kostenlosen, digitalen Umzugsservice an. Oft arbeiten sie dabei mit sogenannten Fintech-Unternehmen zusammen, also neuen Finanzdienstleistern, die sich von Banken unterscheiden. Sie tragen Namen wie Fino Digital, Finreach oder Kontowechsel24. Die Kunden müssen zwar immer noch selber das neue Girokonto eröffnen, der Wechsel soll mit den Fintechs jedoch in wenigen Minuten erledigt sein. Dabei gehen die Unternehmen die Zahlungseingänge und -ausgänge durch und informieren Lastschriftenempfänger und andere Zahlungspartner.

    Seit dem 18. September 2016 müssen die Banken den Kunden beim Wechsel helfen (Zahlungskontengesetz). Sie übertragen die Transaktionsdaten der letzten 13 Monate. Die neue Bank richtet die Daueraufträge ein und informiert die Zahlungspartner bei Lastschriften und Überweisungen über die neuen Kontodetails. Halten die Banken sich nicht an Fristen oder machen sie bei der Übertragung der Daten Fehler, haften sie für verspätete Zahlungen.

    Falls noch Geld auf dem altem Konto liegt, darf die vorherige Bank nichts für die Überweisung auf das neue Konto verlangen. Das entschied das Thüringer Oberlandesgericht (Urteil vom 8. Januar 2015, Az. 1 U 541/14).

    Für einen möglichst problemlosen Wechsel empfehlen wir, das neue Konto einige Wochen parallel zum alten zu führen.

    Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Girokonto immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Empfehlungen aus dem Ratgeber

    • Unsere Empfehlungen:
    • Comdirect (V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte, keine Jahresgebühr)
    • Norisbank (Maestro-Bankkarte und Mastercard-Karte, keine Jahresgebühr)
    • DKB (V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte, keine Jahresgebühr)
    • Santander Consumer Bank (V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte, keine Jahresgebühr)

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    Artikel verfasst von

    Finanztip-Expertin für Bankprodukte

    Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

    Girokonto

    Inhaltsverzeichnis

    Wichtiges zum Girokonto

    Zahlreiche Anbieter bieten Ihnen Girokonten inzwischen ohne Kontoführungsgebühren an. Nicht immer sind diese Konditionen dabei an regelmäßige Gehaltseingänge gekoppelt. So können Sie auf Dauer unnötige Kosten sparen.

  • Dispozinsen vergleichen

    Auch wenn ein Dispokredit am besten vermieden oder durch einen Kredit ersetzt werden sollte, kann es zur Disponutzung kommen. Vergleiche Sie deshalb vor Abschluss die Dispozinsen der Girokonten.

  • Nicht auf dem Giro sparen

    Nutzen Sie das Girokonto aufgrund der niedrigen Zinsen nicht als Sparkonto, sondern nur für regelmäßig anfallende Kosten. Für Sparanlagen eignen sich eher Tagesgeld und Festgeld.

  • Zunehmend mehr Verbraucher sind vom Girokonto überzeugt: Die Zahlungsabwicklung geht schnell und unkompliziert vonstatten; darüber hinaus kann das Konto flexibel und zu jeder Zeit genutzt werden. Allerdings sollten Sie bei der Eröffnung eines Girokontos einige Dinge beachten, um nicht auf versteckte Kosten hereinzufallen.

    So finden Sie das richtige Girokonto

    Mithilfe des Girokontos können Sie alle Bankgeschäfte problemlos verwalten. Jedoch kommt es häufig vor, dass zu hohe Gebühren für die Kontoführung gezahlt oder zusätzliche Konditionen vereinbart werden, welche zu erheblichen Kosten führen. Achten Sie bei einem Girokontovergleich daher auch auf diese Aspekte:

    Heutzutage werden viele Girokonten mit kostenloser Kontoführung angeboten – oftmals ist diese jedoch an bestimmte Konditionen gekoppelt. So fällt die Gebühr bei einigen Instituten nur weg, wenn monatlich ein Mindestbetrag auf das Konto eingezahlt wird oder ein kontinuierliches Guthaben vorhanden ist. Prüfen Sie, ob Sie diese Bedingungen regelmäßig erfüllen können – und ob sowohl EC-Karte als auch Kontoauszüge gratis sind.

  • Automatennetz

    Damit Sie genügend Möglichkeiten haben, Bargeld abheben zu können, sollten etliche Bankautomaten des jeweiligen Instituts in Ihrer Nähe vorhanden sein. Alternativ kann die gewählte Bank auch Mitglied in einem Bankenverbund sein – etwa Cash Group und Cashpool. Dadurch müssen Sie selbst bei institutsfremden Automaten keine Gebühren zahlen. Einige Institute erlauben zudem das gebührenfreie Abheben über die Kreditkarte. Darüber hinaus ist wichtig, dass die Bargeldversorgung im Ausland ebenso reibungslos verläuft.

  • Sicherheit des Online-Bankings

    Vorab sollten Sie klären, wie sicher sich das Online-Banking gestaltet: Das Erhalten der TANs über SMS ist zwar beliebt, das Chip-TAN-Verfahren mithilfe eines kleinen Generators jedoch sicherer. Informieren Sie sich im Zuge dessen außerdem darüber, ob für die Transaktionsnummern (TANs) zusätzliche Kosten entstehen.

  • Service-Qualität des Bankinstituts

    Überprüfen Sie über Vergleichs- und Kundenportale, welche Serviceleistungen die jeweilige Bank oder Sparkasse Ihnen bietet und wie gut diese bewertet sind. Es lohnt sich, Testberichte sowie Kundenmeinungen zu lesen, um einen Eindruck zu erhalten, wie gut die Kontoeröffnung sowie die Kontoführung funktionieren.

  • Zinshöhe

    Prüfen Sie, ob es für das Girokonto Guthabenzinsen gibt und wie hoch diese sind. In den meisten Fällen sind die Zinsen allerdings an eine Kombination aus Giro- und Tagesgeldkonto gekoppelt. Dennoch halten einige Institute Angebote bereit, bei denen das Girokonto selbst verzinst wird – dabei werden die Zinsen jährlich, vierteljährlich oder monatlich ausgezahlt. In der Regel sind Tagesgeld und Festgeld aber zinsträchtigere Geldanlagen.

  • Dispo- & Überziehungszinsen

    Girokonten können mit einem Dispokredit ausgestattet werden: Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Ihr Konto jeden Monat bis zu einem bestimmten Rahmen zu überziehen. Ist dies wahrscheinlich, sollten Sie sich in jedem Fall nach einem günstigen Anbieter umsehen – denn Dispozinsen fallen meist hoch aus. Benötigen Sie den Dispositionskredit nicht, können Sie mit dem Bankinstitut auch vereinbaren, keinen Kreditrahmen festzulegen.

  • Sonderkonditionen für Studenten

    Einige Banken bieten für Studenten Sonderkonditionen an. Solche Konten haben oft eine kostenlose Kontoführung ohne Mindestgeldeingang, bieten teilweise Rabatte für bestimmte Produkte / Dienste und vereinzelt Cash-Back – das kann sich auszahlen, wenn viel im Internet eingekauft wird.

    Weitere interessante Aspekte

    Einige Konditionen sollten bei der Kontenwahl nicht die größten Entscheidungsmerkmale sein, dennoch kann es interessant sein diese abzugleichen.

    Bei Eröffnung eines Girokontos können Sie zwischen Direkt- und Filialbanken wählen. Über Direktbanken können Sie alle Bankgeschäfte nur online abwickeln – für eine Beratung stehen meist Kontaktformular und Hotline zur Verfügung. Bei einer Filialbank können Sie ein Onlinekonto eröffnen, jedoch auch Bankgeschäfte in der Filiale am Schalter durchführen. Dort wird Ihnen außerdem meist ein Ansprechpartner zugeordnet, der Sie persönlich beraten kann.

  • Kreditkarte inklusive?

    Bei etlichen Instituten erhalten Sie zusätzlich zum Girokonto auch eine Kreditkarte – sowohl die Bedingungen als auch die Kosten für die Karte hängen von der jeweiligen Bank ab. Deshalb sollten Sie Erfahrung bringen, wie hoch die Kosten für die Kreditkarte ausfallen und ob für Zahlungen im Ausland zusätzliche Gebühren fällig werden.

  • Prämien und Willkommensboni

    Viele Angebote beinhalten einen Willkommensbonus, wenn Sie ein Konto eröffnen. Üblicherweise handelt es sich dabei um Gutschriften oder niedrige Dispozinsen – in fast allen Fällen sind jedoch Bedingungen an diese Geschenke gekoppelt. Ähnlich der kostenlosen Kontoführung müssen auch hier oft Mindestbeträge eingezahlt werden.

  • Moralischer Entscheidungsgrund

    Nicht nur Konditionen und Gebühren sind wichtig – auch lohnt es sich, in Erfahrung zu bringen, wie die Bank mit Ihrem Geld verfährt. Informieren Sie sich darüber, ob das Institut nach ethischen Grundsätzen arbeitet und ob sie ggf. in diverse Projekte investiert, die nicht Ihrem moralischen Anspruch entsprechen.

  • Worauf Sie bei einem Kontowechsel achten sollten

    Möchten Sie Ihr Girokonto wechseln, sollten Sie die Konditionen beider Konten miteinander vergleichen:

    • Können Sie durch den Wechsel bei gleicher Nutzung Geld sparen?
    • Erhalten Sie durch den Wechsel zusätzliche Vorteile, bspw. mehr Geldautomaten in Ihrer Nähe?
    • Sind eventuelle Prämien mit Bedingungen verbunden?

    Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der Wechsel keine versteckten Kosten nach sich zieht. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie die SMS zahlen müssen, über die Transaktionsnummern verschickt werden. Wichtig ist außerdem, dass Sie den Wechsel zwischen den Konten kostenlos durchführen lassen können.

    Schritt für Schritt zu Ihrem Top-Girokonto

    Von dem ersten Wunsch nach einem neuen Girokonto bzw. der Wechselabsicht hin zur Eröffnung sind es nur wenige Schritte. Wir erklären Ihnen den genauen Ablauf.

    Bevor Sie sich später über teure Kontoführungsgebühren oder zu hohe Dispozinsen ärgern, sollten Sie zuerst die Angebote der unterschiedlichen Banken in einem Girokontovergleich gegeneinander abwägen.

  • Onlineantrag ausfüllen

    Sowohl bei Direktbanken als auch bei Filialbanken haben Sie die Möglichkeit, die Kontoeröffnung einfach online zu beantragen. Füllen Sie dafür den Onlineantrag der jeweiligen Bank aus, drucken Sie ihn anschließend aus und unterschreiben Sie den Antrag. Sie haben auch die Möglichkeit, den Antrag bei der Bank anzufordern und diesen per Post zu erhalten.

  • Benötigte Unterlagen vorbereiten

    Abhängig von der jeweiligen Bank werden zusätzliche Unterlagen benötigt, um das Girokonto zu eröffnen. Dabei handelt es sich meist um eine Selbstauskunft, die bei der Schufa eingeholt werden kann, sowie um Kontoauszüge und Gehaltsnachweise. Diese Unterlagen sollten gemeinsam mit dem ausgefüllten Antrag an die Bank geschickt werden.

  • Postident-Verfahren

    Auch ohne persönlichen Kontakt ist eine Identifizierung Ihrer Person erforderlich, damit Ihr Antrag angenommen wird. Hierfür benötigen Sie den Postident-Coupon, den Sie dem Antrag für die Kontoeröffnung entnehmen, und Ihren Personalausweis oder Reisepass. Damit können Sie das Postident-Verfahren in einer Postfiliale durchführen.

  • Kontodaten erhalten

    Das Bankinstitut schickt Ihnen alle wichtigen Kontodaten per Post. Die Pins für das Online-Banking und die EC-Karte werden dabei separat geschickt. Ggf. erhalten Sie auch eine Liste mit TANs sowie die Kreditkarte.

  • Zusätzliche Schritte beim Kontowechsel

    Bei einem Wechsel sind noch zwei weitere Schritte zu beachten:

    Ist das neue Girokonto eingerichtet, sollten Sie unbedingt alle Zahlungspartner über die Änderung Ihrer Bankverbindung informieren. Ansonsten kann es passieren, dass Sie Mahngebühren zahlen müssen, weil Zahlungen offen bleiben. Am besten ist es, wenn Sie beide Konten für etwa zwei bis drei Monate parallel laufen lassen, damit der Wechsel problemlos vonstattengehen kann.

  • Altes Konto kündigen

    Sind alle Zahlungspartner informiert und werden die regelmäßigen Zahlungen von dem neuen Konto abgebucht, können Sie das alte Konto fristlos und in schriftlicher Form kündigen.

  • Kontowechsel nach Umzug kann ratsam sein

    Sind Sie Bankkunde bei einem regional organisierten Kreditinstitut, kann sich ein Kontowechsel anbieten. Beispiele für diese Institute sind Volks- und Raiffeisenbanken oder Sparkassen. Denn verschiedene Dienstleistungen sind unter Umständen nur regional möglich: So können Bankkunden nicht immer deutschlandweit in jeder Filiale Kontoauszüge ausdrucken oder auch Geld einzahlen. Drucken Sie nicht regelmäßig Ihre Kontoauszüge aus, sendet die Bank Ihnen diese gegebenenfalls kostenpflichtig zu. Um abwägen zu können, sollten Sie am besten schon vor Ihrem Umzug überprüfen, welche Dienstleistungen Ihnen am neuen Wohnort zur Verfügung stehen würden und auf welche Sie verzichten müssten.

    Fragen und Antworten

    Wozu benötige ich ein Girokonto?

    Mit dem Girokonto können Sie Ihren Zahlungsverkehr bargeldlos abwickeln. Das Konto bietet Ihnen beispielsweise die Möglichkeit, Zahlungen zu erhalten und Überweisungen durchzuführen.

    Welche Girokonten gibt es und wie unterscheiden sich diese?

    • Besitzt keinen Dispokredit und verhindert dadurch Überschuldung
    • Geeignet für alle, die kein reguläres Girokonto eröffnen können
    • Oft auch als „Girokonto ohne Schufa“ oder „Girokonto trotz Schufa“ bezeichnet
    • Geeignet falls Sie andernfalls wegen negativer Schufa-Einträge kein Konto bekämen
    • Reines Guthabenkonto ohne Mindesteingang
    • Eltern können Maximalbetrag festlegen, der abgehoben werden darf
    • Lohnt sich aufgrund meist hoher Verzinsung zum Sparen
    • Besitzt keinen Dispokredit
    • Oft Online-Banking und eigene EC-Karte möglich
    • Aufgrund hoher Zinsen geeignet zum Sparen
    • Kostenloses Girokonto
    • Vorzüge meist nur bis zu einem bestimmten Alter
    • Oftmals Extras wie kostenlose Bahncard oder günstiger Dispokredit
    • Lohnt sich für Studenten, die von Extras profitieren
    • Guthaben bis zu knapp 1.100 Euro monatlich geschützt
    • Nur lohnenswert, wenn Sie Schulden haben und Pfändung wahrscheinlich ist
    • Geeignet für Selbstständige
    • Für die gewerbliche Nutzung
    • Privater und geschäftlicher Zahlungsverkehr können getrennt werden

    Wie sicher ist mein Geld auf einem Girokonto?

    Grundsätzlich ist das Geld auf einem Girokonto sicher. Durch die Einlagensicherung sind Beträge von bis zu 100.000 Euro pro Bank innerhalb der EU gesetzlich abgesichert. Auch das Online-Banking wird über ein sicheres Verfahren durchgeführt: Transaktionen können nur mittels TANs durchgeführt werden, die Sie entweder per SMS oder über den TAN-Generator erhalten.

    • Überprüfen Sie stets Ihre Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten, um diese ggf. schnell melden zu können.
    • Verwahren Sie Ihre EC-Karte sowie Ihre Zugangsdaten an einem sicheren Ort.
    • Lassen Sie Ihr Girokonto bei Verlust der EC-Karte unverzüglich sperren.
    • Überprüfen Sie Ihre Überweisungen stets auf Zahlendreher.

    Wie lange dauert eine Überweisung ungefähr?

    In der Regel dauert eine Überweisung von einem Girokonto etwa zwei Werktage. Sind beide Konten bei der gleichen Bank, können Überweisungen häufig schon am Folgetag eingehen.

    Wie viel Geld sollte ich auf dem Girokonto aufbewahren?

    In der Regel ist es sinnvoll, nur so viel Geld auf dem Konto aufzubewahren, wie für die regelmäßigen Ausgaben nötig ist. Ggf. sollten noch Reserven hinterlegt werden, um bei nicht geplanten Ausgaben das Konto nicht zu belasten. Als Anlagekonto ist das Girokonto aufgrund der niedrigen Zinsen allerdings nicht geeignet. Hierfür eignet sich eher ein Tagesgeldkonto.

    Wie zahle ich bei einer Direktbank Geld ein?

    Grundsätzlich kann bei jeder Bank Bargeld auf ein fremdes Girokonto eingezahlt werden – bei Drittbanken werden dafür jedoch meist Gebühren fällig. Gehört die jeweilige Direktbank allerdings zu einer Muttergesellschaft, kann das Bargeld dort auch ohne Gebühren eingezahlt werden.

    Was kann ich tun, wenn ich mein Konto überzogen habe?

    Damit Sie hohe Dispozinsen vermeiden, sollten Sie versuchen, den Negativbetrag möglichst schnell wieder auszugleichen. Falls Sie den Dispokredit langfristig in Anspruch nehmen möchten, empfiehlt sich die Umschuldung in einen Ratenkredit. Eine andere Alternative ist der Rahmen- oder Abrufkredit, bei dem Sie einen bestimmten Kreditrahmen nach Bedarf ausnutzen können. Beide Formen gehen im Regelfall mit günstigeren Zinskonditionen einher.

    Kann mein Eröffnungsantrag abgelehnt werden?

    Eröffnungsanträge können bei mangelnder Zahlungsfähigkeit durchaus abgelehnt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie über negative Schufa-Einträge verfügen. Sie haben jedoch stets die Möglichkeit, ein Guthabenkonto ohne Dispositionskredit zu eröffnen.

    Was ist der Unterschied zwischen Buchungs- und Valutadatum?

    Buchungsdatum: Der Tag, an dem die Transaktion bei der Bank bearbeitet wird

    Valutadatum: Der Tag, an dem die Transaktion durchgeführt wurde und das Geld verfügbar ist

    Wie kündige ich ein Girokonto?

    Ihr Girokonto können Sie per Post oder in der Filiale kündigen. Hierfür müssen Sie nur die wichtigsten Infos – Ihren Namen, Ihre Anschrift und alle Daten zum Konto – angeben. Üblicherweise gibt es für die Kündigung des Girokontos keine Kündigungsfrist.

    Mein Girokonto wurde gesperrt – was mache ich nun?

    Girokonten können durch Kontopfändungen und Privatinsolvenz gesperrt werden; aber auch, wenn das Bankinstitut den Verdacht hat, dass das Konto von Dritten manipuliert wird – beispielsweise, wenn Sie die PIN dreimal falsch eintippen oder Ihre Karte als verloren melden. Das Girokonto darf zudem jederzeit von der Sparkasse oder Bank gesperrt werden. Um das Konto zu entsperren, gehen Sie zur Filiale vor Ort und bringen Sie Ihren Ausweis zur Identifizierung mit. Haben Sie Ihr Konto aufgrund einer verlorenen EC-Karte sperren lassen, können Sie diese in der Filiale neu beantragen.

    Wie kann ich mein Konto selber sperren?

    Über eine einheitliche Hotline (116 116) können bundesweit fast alle Girokonten und EC-Karten sperren lassen.

    Wie wandle ich mein Konto in ein Pfändungsschutz-Konto um?

    Um Ihr Girokonto in ein sogenanntes P-Konto umzuwandeln, müssen Sie einen Antrag bei der jeweiligen Bank oder Sparkasse stellen.

    Hat die Schufa eine Bedeutung für mein Girokonto?

    Ja, die Schufa gibt Auskunft über Ihre Bonität – sind hier negative Schufa-Einträge vorhanden, kann es passieren, dass das Geldinstitut Ihren Antrag für ein Girokonto ablehnt. Das Girokonto wird jedoch direkt nach der Kündigung des Kontos aus der Schufa gelöscht.

    Wie schnell kann ich mein neues Konto nutzen?

    Sobald Sie den Online-Antrag ausgefüllt und per Post an die Bank gesendet haben, dauert es etwa ein bis zwei Wochen, bis Sie Ihre Karten und Nummern erhalten. Ab diesem Zeitpunkt können Sie Ihr neues Konto wie gewohnt für alle Transaktionen benutzen.

    Wir empfehlen, Ihr altes UND Ihr neues Konto in einer Übergangsphase nebeneinander zu führen, damit laufende Aufträge ordnungsgemäß ausgeführt werden können. Daueraufträge können Sie bequem selbst auf Ihrem neuen Konto einrichten. Bestehende Einzugsermächtigungen sollten Sie eigenständig bei den entsprechenden Unternehmen ändern. Die Bank stellt Ihnen hierzu gerne vorbereitete Postkarten zur Verfügung. Diese erhalten Sie, wenn Sie Ihrem Eröffnungsantrag eine kurze Notiz anfügen.

    Kann ich auch Schecks auf das neue Konto einreichen?

    Selbstverständlich ist die Einlösung von Schecks kein Problem. Dazu senden Sie lediglich den oder die Schecks nebst einem Auftrag zur Gutschrift an das jeweilige Kreditinstitut.

    Kann ich auch weitere Girokonten neben dem neuen Konto führen?

    Selbstverständlich können Sie auch noch weitere Girokonten neben dem neuen Konto führen, egal ob bei dem gleichen oder einem fremden Kreditinstitut. Beachten Sie aber in jedem Fall, dass Ihre Gehälter auf das neue Konto überwiesen werden müssen, sofern Sie das Gehalt bei der Girokontosuche angegeben haben. Wollen Sie ein weiteres kostenloses Konto eröffnen, wird ein separater Kontoeröffnungsantrag benötigt.

    Wie hoch ist der Dispositionskredit?

    Der Dispositionskredit ist immer von der jeweiligen Bonität abhängig und wird häufig nach dem ersten Gehaltseingang eingerichtet.

    Girokonto-Ratgeber

    Lesen Sie hier nach, was unter einem Girokonto verstanden wird, und welche zielgruppenspezifischen Konten (Girokonto für Selbstständige, Studenten, Kinder & Co) es gibt. Außerdem: Checkliste für den Vergleich, wie Sie den Dispo richtig nutzen und Tipps für die Kündigung Ihres alten Girokontos.

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    Источники: http://www.finanztip.de/girokonto/, http://www.financescout24.de/geldanlage-banking/girokonto.aspx, http://www.moneyland.ch/de/privatkonto-vergleich

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