Dispokredit vergleich

    0
    13

    Dispozinsen

    Bei diesen Girokonten ist der Dispo besonders niedrig

    • Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2017
    • Von: Josefine Lietzau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Banken verlangen sogenannte Dispozinsen, sobald Sie Ihr Konto überziehen.
    • Die Höhe des Dispo ist von Bank zu Bank unterschiedlich, von rund 4 Prozent bis 14 Prozent im Jahr ist alles dabei.
    • Sie sollten den Dispo nur kurzfristig nutzen, auf die Dauer ist er zu teuer.

    Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Girokonto immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Die Banken in Deutschland setzen die Dispozinsen bei ihren Girokonten unterschiedlich hoch an. Sie können knapp über 4 Prozent liegen oder aber bei fast 14 Prozent. Bei einigen unterscheiden sich die Zinsen abhängig vom Kontomodell, andere lassen die Zinsen bis zu bestimmten Summen oder bei bestimmten Kontomodellen ganz weg – so zum Beispiel die GLS Bank oder die Skatbank. Inzwischen ist es zudem nicht mehr ungewöhnlich, dass Bank denselben Zins verlangen, falls ihre Kunden nicht nur das Konto, sondern auch den Dispo überziehen (sogenannte geduldete Überziehung).

    Der Dispozins allein sollte aber keine Entscheidungsgrundlage für die Wahl eines Girokontos sein. Doch wer öfter mal mit seinem Konto ins Minus rutscht, sollte eine Bank mit niedrigen oder zumindest fairen Dispozinsen wählen. So können Sie im Laufe der Jahre einige Hundert Euro sparen, wie unser Rechenbeispiel zeigt.

    Beispielrechnung

    Der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2017) zufolge verlangt die teuerste Bank Dispozinsen in Höhe von bis zu 13,75, die günstigste nur 0 oder 4,17 Prozent. Wenn Sie jeden Monat für zwei Wochen durchschnittlich 1.000 Euro des Dispokredits beanspruchen, zahlen Sie im Jahr bei einem Zinssatz von 13,75 Prozent etwa 63 Euro. Beim günstigsten Anbieter hingegen fallen nur Kosten von ungefähr 19 Euro an.

    Alternativ kann sich auch ein Rahmenkredit lohnen, oder aber ein Ratenkredit, falls Sie auf der Suche nach einem längerfristigen Kredit sind. Ratenkredite sind auch interessant für Verbraucher, die länger im Minus sind und den Dispo umschulden wollen.

    Niedrige Dispozinsen bei Banken

    Wir haben eine Liste von überregional tätigen Banken mit den niedrigsten Dispo- und Überziehungszinsen erstellt. Basis ist eine Untersuchung von „Finanztest“ (Ausgabe 8/2017). Bei diesen Banken können Sie im ganzen Bundesgebiet online ein Konto eröffnen.

    Einige Institute räumen beim Eröffnen eines Girokontos automatisch einen Dispokredit ein. Bei anderen Banken richtet sich die Höhe des Dispokredits nach dem monatlichen Gehalt, das auf das Konto eingezahlt wird. So erhalten Sie bei dem günstigsten Anbieter – der Skatbank – vier Monate nach Eröffnung des Kontos einen Dispokredit, wenn regelmäßig ein Gehalt auf dem Konto eingeht. Andere Anbieter starten mit einem fixen Betrag von beispielsweise 500 Euro, Sie können diesen nach Absprache mit Ihrer Bank erhöhen. Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir Ihnen, sich auch bei regionalen Geldinstituten nach den Konditionen für ein Girokonto zu erkundigen.

    Die Banken nennen in der Regel den nominalen Zinssatz. Dabei rechnen sie nicht ein, dass die Kunden ihre Disposchulden nicht immer sofort begleichen. Deshalb hat Finanztip zusätzlich den effektiven Zinssatz errechnet.

    Das sind die Banken mit den niedrigsten Dispozinsen pro Jahr

    ¹unterschiedliche Kontomodelle ²nimmt nur Privatkunden mit christlichen Werten ³Girokonto mit Zinsstaffelung / Dispozins fällt erst ab von den Banken festgelegten Summen an

    Quellen: Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2017), Internetseiten der Banken, Finanztip-Berechnung (Stand: 2. Oktober 2017)

    Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Girokonto immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Sollen wir Sie

    Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps – kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

    Vielen Dank für Ihre Anmeldung

    Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

    1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
    2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
    3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

    Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

    Das könnte Sie auch interessieren

    Noch mehr sparen mit Finanztip

    Weitere Themen

    Finanztip Newsletter

    • Jede Woche die besten Tipps
    • Absolut kostenlos
    • 100% werbefrei

    Kostenlos anmelden

    Artikel verfasst von

    Finanztip-Expertin für Bankprodukte

    Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

    ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

    Dispozinsen: 1 377 Banken im Test – Durch­schnitts­zins 9,78 Prozent

    Alle Testergebnisse

    Positives Ergebnis unseres Tests von 1 377 Banken, Sparkassen, Volks- und Raiff­eisen­banken: Fast alle Banken veröffent­lichen inzwischen ihren Dispozins im Internet. Dafür tricksen nun einige bei der Zins­anpassung. Insgesamt gilt: Banken können sich so günstig Geld leihen wie nie. Ihre Kunden dagegen müssen immer noch hohe Zinsen zahlen. Im Schnitt liegt der Dispozins bei 9,78 Prozent – nur 0,1 Prozent­punkte unter Vorjahr. Wir halten einen Dispozins von 8 Prozent noch für akzeptabel.

    Flops

    Alle Zins­konditionen seit 2010

    Seit 2010 prüft Finanztest regel­mäßig bundes­weit die Höhe der Dispozinsen der Kredit­institute. Seitdem ist der Durch­schnitts­zins zwar gesunken, aber noch nicht genug. 2017 haben die Tester Konditionen für insgesamt 1 377 Banken, Sparkassen, Volks- und Raiff­eisen­banken ermittelt – teil­weise mit mehreren unterschiedlichen Konto­modellen: Dispozinsen und Zinsen für die geduldete Überziehung für alle getesteten Banken. In unserer Daten­bank finden Sie jähr­liche Entwick­lung der Zins­konditionen seit 2010.

    Beur­teilungs­maßstab ist der EZB-Leitzins

    Ein wichtiger Anhalts­punkt, um die Höhe des Dispozinses zu beur­teilen, ist der EZB-Leitzins. Das ist der Zins, zu dem sich Banken bei der Europäischen Zentral­bank Geld leihen. Aktuell liegt er bei 0 Prozent. Der Abstand zwischen EZB-Leitzins und Durch­schnitts­dispo lag vor der Finanz­krise Anfang 2008 bei gut 8 Prozent­punkten. Dann stieg er 2010 auf fast 12 Prozent­punkte. Aktuell liegt der Unterschied immer noch bei knapp 10 Prozent­punkten.

    In der Spitze über 13 Prozent

    Bei den teuersten Banken ist der Abstand noch größer. Die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost verlangt bei ihren Konten Direkt und Klassik 13,75 Prozent für die Konto­über­ziehung, die Rosbacher Raiffeisenbank 13 Prozent. Beide Banken gehörten mit diesen Zins­sätzen schon im Vorjahr zu den teuersten Banken. Insgesamt verlangen 28 Banken 12,5 Prozent und mehr: Banken mit hohem Dispozins. Das finden wir über­trieben.

    Güns­tige Zins­sätze ab 0 Prozent

    Ein Dispozins um 8 Prozent ist nicht unrealistisch. Flächen­deckend haben die Direkt­banken die güns­tigsten Dispozinsen. Die Deutsche Skat­bank berechnet im Girokonto Flat 0 Prozent, beim Kontomodell Trumpf 4,17 Prozent. Bei der Comdirect Bank beträgt der Dispo 6,50 Prozent. Zwar gibt es Filial­banken, die in die Nähe dieser guten Konditionen kommen. Kunden müssen jedoch prüfen, zu welchem Konto­modell der Zins gehört. Finanztest beob­achtet seit einigen Jahren, dass viele Banken spezielle Premium­konten mit sehr nied­rigen Dispozinsen und Extras wie einer goldenen Kreditkarte oder Versicherungen anbieten. Der Haken: Die Konto­führungs­gebühr ist so hoch, dass selbst Kunden, die den Dispo regel­mäßig nutzen, aufs Jahr gerechnet mehr bezahlen müssen als für ein Stan­dard­konto mit deutlich höherem Dispozins.

    Tipp: Die aktuellen Konto­führungs­gebühren finden Sie im Produktfinder Girokonten.

    Banken veröffent­lichen Zins im Netz

    Positives Ergebnis unseres aktuellen Tests: Nachdem die Banken jahre­lang gemauert haben, ist es mitt­lerweile nicht mehr so schwer, den Dispozins einer Bank zu erfahren – weder für uns Tester noch für die Kunden. Nahezu alle Banken veröffent­lichen ihn auf ihrer Internetseite. Dazu sind sie seit gut einem Jahr, seit März 2016, gesetzlich verpflichtet.

    Einige Banken verstoßen gegen das Gesetz

    Bei fünf Banken aber haben auch erfahrene Finanztest-Mitarbeiter den Dispozins nicht gefunden. Das sind die Volks­banken Esens, Rathenow, Über­wald-Gorxheimertal, die Raiff­eisen­bank Kaarst und die Föhr-Amrumer Bank. Fehlt die Information über den Dispozins, wäre das ein Verstoß gegen das Gesetz.

    [Update 24. Juli 2017]: Nach der Veröffent­lichung der Test­ergeb­nisse hat uns die Raiff­eisen­bank Kaarst darüber informiert, dass die Konditionen für den Dispositions­kredit jetzt auf ihrer Internetseite zu finden sind. Darauf­hin haben wir auch die Internet­seiten jener Banken erneut über­prüft, bei denen wir die Angaben zuvor nicht finden konnten. Der Check ergab: Auch die Föhr-Amrumer Bank und die Volks­bank Esens haben ihre Internet­seiten um die Konditionen für den Dispositions­kredit ergänzt.

    [Update 15. August 2017]: Auch die Volks­bank Rathenow hat auf unsere Veröffent­lichung reagiert und uns darüber informiert, dass die Konditionen für den Dispositions­kredit jetzt auf ihrer Internetseite zu finden sind. Eine erneute Über­prüfung der Volks­bank Über­wald-Gorxheimertal hat dann ergeben, dass auch diese ihre Internet­seiten um die Konditionen für den Dispositions­kredit ergänzt hat. Jetzt sind die Angaben der Kredit­institute voll­ständig. [Update Ende]

    Einige Banken stellen den Dispozins nicht klar dar

    Bei einigen Banken waren wir erst nach längerem Suchen erfolg­reich: Bei der Volks­bank Rhein-Wupper fanden wir den Preis­aushang nicht direkt auf der Internetseite, sondern erst auf dem Umweg über die Google-Suche. Ob er aktuell ist, konnten wir allerdings nicht erkennen. Bei der VR Bank im Altkreis Bersenbrück steht der Dispozins unter dem Stich­wort „Wohn­immobilien­kredit­richt­linie Giro­konto“, bei der Volks­bank Baum­berge unter dem Stich­wort „Wunsch­kredit“.

    Neue Tricks bei Zins­anpassung

    Nachdem die Intrans­parenz bei den Dispozinsen fast behoben ist, haben sich einige Banken – insbesondere kleine Volks- und Raiff­eisen­banken – offensicht­lich etwas Neues ausgedacht, um zu verschleiern, nach welchen Regeln sie den Zins anpassen. Seit Juni 2010 müssen Verbraucher nach­voll­ziehen können, wie und wann sich die Zinsen verändern. Die Banken legen seitdem in einer Zins­anpassungs­klausel fest, an welchen Referenz­wert sie den Dispozins koppeln. Das ist häufig der EZB-Leitzins oder der 3-Monats-Euribor, beides Zins­sätze, zu denen sich europäische Banken mit sehr guter Kreditwürdig­keit unter­einander Geld leihen.

    • Trick 1. Bei einigen Banken ist auf den ersten Blick immer noch nicht die genaue Höhe des Dispozinses erkenn­bar: nämlich dann, wenn im Preis­verzeichnis steht „Referenzzins­satz + Aufschlag von x Prozent“. Andere machen ihn von der Bonität des Kunden abhängig.

    Alle Banken mit unklaren Angaben zum Dispozins

  • Trick 2. Einige Banken senken den Dispo nicht oder nicht mehr, wenn der Referenzzins in den Minusbereich geht. Sie behandeln einen negativen Referenzzins wie null. Bei der Volks­bank Klett­gau-Wutöschingen heißt das „Null­zins­bremse“. Ihre Einführung am 1. Februar 2017 führte sogar dazu, dass der Dispozins der Bank gegen­über dem 1. Juli 2016 um 0,2 Prozent­punkte gestiegen ist, obwohl der negative Referenz­wert fast unver­ändert blieb.
  • Trick 3. Eine Zins­erhöhung sogar um knapp 2 Prozent­punkte seit dem Vorjahr ist uns bei der Franken­berger Bank aufgefallen. Unsere Nach­frage ergab, dass die Bank einfach die Zins­anpassungs­klausel geändert hat: Der Zins­satz für Dispokredite beträgt statt 8 Prozent plus 3-Monats-Euribor nun 10 Prozent plus 3-Monats-Euribor. Auch wenn die Kunden darüber informiert wurden, fragen wir uns, welchen Sinn die Klauseln haben, wenn sie bei anhaltend nied­rigen Zinsen einfach zulasten der Kunden geändert werden können.
  • Freiwil­lige Zins­senkungen

    Unsere bundes­weite Erhebung der Dispozinsen bringt auch Gutes ans Licht. Einige Banken, die schon 2016 nicht zu den teuersten gehörten, haben ihren Zins gesenkt, obwohl die Markt­zinsen nicht gefallen sind:

    • Elke Rienau, Leiterin Vertriebs­steuerung und Marketing bei der Volksbank Magdeburg, begründet die Dispozins­senkung um 1,72 Prozent­punkte mit den weitest­gehend auto­matisierten Abläufen bei einem Dispokredit.
    • Bei der Kreissparkasse Gotha ermöglicht „die anhaltende Nied­rigzins­situation, die güns­tige Zins­gestaltung für Kredite und Finanzierungen an unsere Kunden weiterzugeben,“ so Vorstand Jörg Kriegl­stein.

    Auch wenn solche Beispiele die Ausnahme sind, beweisen sie, dass faire Dispozinsen möglich sind – auch bei Filial­banken.

    Hinweis: Finanztest erhebt die Dispozinsen deutsch­land­weit einmal pro Jahr. Kommentare, die vor dem 14.07.2017 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Version der Unter­suchung.

    Dieser Artikel ist hilfreich. 136 Nutzer finden das hilfreich.

    Dispokredit: Diese Banken bieten die besten Zinsen

    Das sagen unsere Kunden

    Günstigen Dispokredit finden

    Ob Sie einen bestehenden Dispokredit umschulden oder ein Konto mit günstigen Dispo-Zinsen finden wollen: Verivox.de bietet passende Rechner. Die komplette Bezeichnung dieser Art Darlehen lautet Dispositionskredit, kurz „Dispo“. Der Dispokredit ist ein kurzfristiges Darlehen, das nicht beantragt werden muss. Er erlaubt Kunden, ihr Konto in einem bestimmten Rahmen zu überziehen. Die Höhe des Dispo-Rahmens hängt von der Höhe der monatlichen Einkünfte ab. Anders als in der früheren Praxis bei Ratenkrediten fielen bei einem Dispokredit noch nie Bearbeitungsgebühren an. Die variable Rückzahlung bedeutet zudem, dass er entsprechend dem aktuellen finanziellen Spielraum bequem getilgt werden kann.

    Der Dispokredit ist sehr praktisch und flexibel, aber oft auch ausgesprochen teuer. Nicht umsonst stehen die Banken immer wieder in der Kritik der Verbraucherschützer und zuletzt auch der Bundesregierung. Dispozinsen liegen selten unter zehn Prozent. Ein Zinssatz von zwölf Prozent und mehr ist keine Seltenheit. Eine Arbeitsgruppe des Bundestages hält einen Dispozins von maximal zehn Prozent für betriebswirtschaftlich völlig ausreichend. Wer vor hat, den Dispo in Anspruch zu nehmen, sollte daher für sein Girokonto die beste Bank oder Sparkasse mit den günstigsten Dispozinsen aussuchen.

    Die Bandbreite der Zinsen, die unterschiedliche Banken berechnen, kann bis zu fünf Prozent und mehr ausmachen. Bei einer durchschnittlichen Inanspruchnahme von 2.000 Euro an 180 Tagen im Jahr können so immerhin 50 Euro eingespart werden. Im Girokonto-Vergleich des unabhängigen Verbraucherportals Verivox finden Sie die besten Konditionen schnell und übersichtlich. Die Konten sind in der Übersicht nach der Höhe der Überziehungszinsen und der Guthabenverzinsung angeordnet.

    Dispositionskredit umschulden

    Da Überziehungszinsen meist viel höher sind als die Sollzinsen für einen Ratenkredit beziehungsweise Privatkredit, kann die Umschuldung eines bestehenden Dispokredits bares Geld sparen. Mit dem Verivox-Rechner erfahren Sie Ihren individuellen Zinssatz bei vielen Anbietern schnell und ohne Schufa-Nachteil. Zu beachten ist: Im Antrag sollte die Umschuldung als Zweck angegeben werden. Nur dann weiß die Bank, dass mit dem neuen Kredit eine Tilgung des Dispokredits erfolgt und der Kunde nicht vor hat, zwei Kredite gleichzeitig zu bezahlen.

    Voraussetzungen für einen Dispokredit

    Eine Bank oder Sparkasse räumt dem Kunden einen Dispositionskredit nur dann ein, wenn vier Voraussetzungen erfüllt sind:

    • Volljährigkeit, da die Kreditvergabe an Minderjährige in Deutschland verboten ist,
    • ein Girokonto,
    • regelmäßige Geldeingänge
    • und eine entsprechende Bonität.

    Wann ist der Dispo sinnvoll?

    Drei Tage vor dem nächsten Gehaltseingang steht der Wunschfernseher zu Topkonditionen im Schaufenster eines Elektrofachhandels. Der Preis übersteigt allerdings das Guthaben auf dem Girokonto. In diesem Fall kann es durchaus lohnend sein, einen Dispokredit in Anspruch zu nehmen. Gleiches gilt, wenn das Auto kurzfristig in die Reparatur muss und der Verkauf von Wertpapieren mit einem Verlust behaftet wäre. Ein Dispositionskredit sollte allerdings nur in Anspruch genommen werden, wenn sichergestellt ist, dass das Konto zeitnah wieder im Plus geführt wird.

    Die Dispo-Kreditspirale

    Der Dispokredit kann durch seine unkomplizierte Ausnutzung gefährlich werden. Wer mit dieser Art Darlehen zu sorglos umgeht, wird schnell einen Punkt erreicht haben, an dem der nächste Gehaltseingang nicht mehr ausreicht, um das Konto bis zum übernächsten Gehaltseingang im Plus zu halten. Mit jedem Monat erhöht sich die Schuld auf dem Girokonto. Kritisch wird es dann, wenn die Bank den Kunden auffordert, den Minussaldo innerhalb einer bestimmten Frist glattzustellen. Der Ausweg heißt Umschuldung in einen Ratenkredit – nicht nur wegen der geringeren Zinsen, sondern auch, weil die Rückzahlung strukturiert und überschaubar abläuft.

    Die Alternative zum Dispokredit: Der Rahmenkredit

    Der Rahmenkredit (auch Abrufkredit genannt) bietet eine Alternative zum Dispo, die von den Banken wenig beworben wird, da die Zinsen deutlich günstiger sind. Bei dieser Variante erhält der Kunde einen Kreditrahmen auf einem gesonderten Konto eingeräumt. Die Zinsen fallen generell nur auf das tatsächlich in Anspruch genommene Darlehen an. Mit der Eröffnung des Kreditkontos wird gleichzeitig vereinbart, in welcher Höhe der in Anspruch genommene Kredit monatlich zurückgeführt wird. Unabhängig davon können jedoch weitere Verfügungen bis zum maximalen Rahmen vorgenommen werden.

    Dispokredit und Überziehungskredit

    Beim Dispokredit räumt die Bank dem Kunden einen bestimmten Kreditrahmen ein. Auf diesen kann er zugreifen, wenn das Guthaben auf dem Konto erschöpft ist. Wenn Kontoinhaber die Kreditlinie überschreiten, findet die sogenannte geduldete Überziehung statt. Die Banken bezahlen die Rechnung, solange diese nicht zu hoch ist. Kreditaufnahme, die den Rahmen des Dispos überschreitet, wird als Überziehungskredit bzw. geduldete Kontoüberziehung bezeichnet. Der Überziehungszins der meisten Banken und Sparkassen liegt noch höher als ihr Dispozins. Auch für den Überziehungskredit setzt die Bank einen Rahmen. Wird dieser überschritten, wird die Zahlung verweigert.

    Umschuldungsrechner

    Der Rechner zeigt günstige Kredite, mit denen Sie den Dispo umschulden und Zinsen sparen können.

    Schufa-Auskunft online beantragen

    Die eigene Schufa-Auskunft kostenlos bestellen und Fehler beheben.

    Rahmenkredit

    Ein Rahmenkredit bietet die günstigere Alternative zum Dispo und ist flexibler als ein Ratenkredit.

    © 2017 – Vergleichen. Vertrauen. Verivox. Das unabhängige Verbraucherportal vergleicht kostenlos Tarife und Produkte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Finanzen, Fahrzeuge und Immobilien. Verivox verwendet größte Sorgfalt auf Vollständigkeit und Richtigkeit der dargestellten Informationen, kann aber keine Gewähr für diese oder die Leistungsfähigkeit der Anbieter übernehmen.

    Источники: http://www.finanztip.de/girokonto/dispozinsen/, http://www.test.de/Girokonten-Dispozinsen-4586765-0/, http://www.verivox.de/dispokredit/

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here