Schufa eintrag erstellen

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    Wer darf einen negativen Schufa Eintrag veranlassen?

    Wir sagen Ihnen, wann und wer darf, einen negativen Eintrag bei der Schufa veranlassen! Und wie Sie dagegen vorgehen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Bei keinem anderen Thema in Bezug zu Schufa sind die Bürger so schlecht beraten wie das „wer und wann überhaupt darf ein negativer Eintrag bei der Schufa veranlasst werden“. Fast alle drohen aber können diejenigen einfach so einen Eintrag veranlassen? Die Antwort ist definitiv nein!

    Wer darf einen Negativeintrag bei der Schufa veranlassen?

    In erster Linie nur Schufa-Vertragspartner dürfen und können einen Negativeintrag veranlassen! Nicht jeder kann auch ein Vertragspartner der Schufa werden. Zitat der Schufa:

    Vertragspartner der SCHUFA kann nur werden, wer Kunden gewerbsmäßig Geld- und Warenkredite ausreicht sowie Unternehmen, die gewerbsmäßig Forderungen einziehen. Neben Kreditinstituten können daher Einzelhandelsunternehmen, insbesondere Versandhandel, Waren- und Kaufhäuser, Kreditkartenunternehmen, Leasing-Gesellschaften, Versicherungen und Bausparkassen, soweit sie Verbrauchern grundpfandrechtlich gesicherte Kredite geben, sowie Inkassounternehmen, Energieversorger, eCommerce-Unternehmen, Telekommunikationsunternehmen, gewerbliche Vermieter, Autovermieter, sonstige Dienstleister und ärztliche Abrechnungszentren Vertragspartner der SCHUFA werden.

    Rechtsanwälte können SCHUFA-Vertragspartner werden, soweit sie Inkassomandate der vorgenannten Unternehmen betreuen. Quelle: SCHUFA

    Wie Sie sehen, geht es ohne eine Partnerschaft mit der Schufa nicht. Also einen Eintrag von einer Privatperson können Sie schon ausschließen.

    Wann darf ein negativer Schufa Eintrag veranlasst werden?

    Das ist die wichtigste Frage überhaupt! Es reicht nicht einfach ein Mahnungsschreiben aufzusetzen und mit Schufa Eintrag zu drohen. In manchen Fällen ist es sogar verboten bzw. rechtswidrig, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am 19. März 2015 (Aktenzeichen: I ZR 157/13) gegen die Firma Vodafone entschieden hat.

    Diese habe ein Inkassounternehmen damit beauftragt Geld einzutreiben von Kunden, die im Verzug sind. Die Kunden wurden durch die Erwähnung des Eintrags bei der Schufa eingeschüchtert, obwohl diese der Forderung widersprechen könnten und somit bis zur weiteren Klärung kein Anspruch auf Schufa Eintrag bestehe.

    § 28a Datenübermittlung an Auskunfteien!

    Auch interessant und was man wissen sollte. Wann eine Übermittlung personenbezogener Daten über eine Forderung an Auskunfteien zulässig ist:

    • die Forderung durch ein rechtskräftiges oder für vorläufig vollstreckbar erklärtes Urteil festgestellt worden ist oder ein Schuldtitel nach § 794 der Zivilprozessordnung vorliegt,
    • die Forderung nach § 178 der Insolvenzordnung festgestellt und nicht vom Schuldner im Prüfungstermin bestritten worden ist,
    • der Betroffene die Forderung ausdrücklich anerkannt hat,
    • der Betroffene nach Eintritt der Fälligkeit der Forderung mindestens zweimal schriftlich gemahnt worden ist,
    • zwischen der ersten Mahnung und der Übermittlung mindestens vier Wochen liegen,
    • die verantwortliche Stelle den Betroffenen rechtzeitig vor der Übermittlung der Angaben, jedoch frühestens bei der ersten Mahnung über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat und
    • der Betroffene die Forderung nicht bestritten hat oder
    • das der Forderung zugrunde liegende Vertragsverhältnis aufgrund von Zahlungsrückständen fristlos gekündigt werden kann und die verantwortliche Stelle den Betroffenen über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat.

    Wie Sie sehen mit einen negativen Schufa Eintrag kann nicht einfach so gedroht werden oder das dieser so schnell veranlasst werden kann. Haben Sie schon einen Schufa Eintrag bekommen dann empfehlen wir Ihnen sich diesen Artikel hier mal durchzulesen: Schufa Eintrag löschen.

    Mir wird mit einem negativen Schufa Eintrag gedroht was soll ich machen?

    Haben Sie ein Mahnschreiben vom Gläubiger bzw. vom Unternehmen selbst bekommen, dann nehmen Sie unbedingt Kontakt auf und versuchen die Forderung eventuell in Teilzahlung zu bezahlen aber weitere raten wie vertraglich vereinbart pünktlich fort zu zahlen.

    Ist das Mahnschreiben von einem Inkassounternehmen dann als erstes Widersprechen Sie der Forderung des Inkassos mit einem Schreiben. Die Formulierung muss nicht perfekt sein, denn es kommt nur das ein Widerspruch eingereicht worden ist und am besten per Einschreiben.

    Dann nehmen Sie mit der Firma Kontakt auf und versuchen mit dieser eine Teilzahlungsvereinbarung zu arrangieren. Es ist wichtig, dass Sie mit dieser zu einer Einigung kommen.

    Sollte sich das Inkassounternehmen wieder mit einem Schreiben an Sie wenden und eventuell mit einem gerichtlichen Verfahren drohen, dann verfassen Sie wieder ein Schreiben mit der Klärung, dass Sie mit Ihnen keinen Vertrag haben und die Hauptsumme mit der Firma sich erledigt hat.

    Sollten Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen, widersprechen Sie diesen auch. In den meisten Fällen bleibt es dabei.

    Kann ich als Privatmann auch jemanden bei der Schufa melden?

    Ich habe hier gerade eine Frage gelesen bezüglich Schufa-Einträge. Die hat mich dann doch ein bisschen verwirrt. Können Privatpersonen einen bei der Schufa melden? Oder muss jeder, der bei der Schufa einen Eintrag tätigen möchte, dort Mitglied sein?

    3 Antworten

    . die SCHUTZGEMEINSCHAFT für KREDITSICHERUNG SCHUFA bekommt ihre Daten aus den öffentlichen Schuldnerverzeichnissen, von Banken, Leasinggesellschaften, Versandhäusern usw.

    Die SCHUFA ist also e i n e Auskunft für Unternehmen, die Kredite gewähren, Werte gegen Ratenzahlung aushändigen usw. Daraus ergibt sich, dass eine Privatperson dieses System in Bezug auf andere Personen n i c h t nutzen kann und folglich auch keine Meldung abgeben kann, die die SCHUFA aufnehmen müsste.

    Jeder kann immer nur s e i n e Daten abrufen, aber nicht die einer anderen Person.

    Grundsätzlich gilt: Wer Daten an die Schufa liefert, darf auch Daten bei der Schufa einsehen. Allerdings müssen die Beteiligten dabei die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes beachten. Das bedeutet: Ohne das Einverständnis des Kunden geht erst einmal gar nichts – und zwar sowohl was die Eintragung als auch was die Abfrage der Daten anbelangt. Mit anderen Worten: Solange der Kunde die Schufa-Klausel nicht unterschrieben hat, bleibt er Herr über seine Daten.

    Vielfach wird übersehen, dass nur die Vertragspartner der Schufa Anfragen bei der Gesellschaft stellen bzw. Kundendaten an die Auskunftei übermitteln dürfen. Entgegen der häufigen Annahme ist es keineswegs so, dass zum Beispiel einzelne private Vermieter Schufa-Auskünfte über ihre potenziellen Mieter einholen können. „Wir wissen aber, dass Wohnungssuchende, die einen Mietvertrag abschließen möchten, häufig vom Vermieter aufgefordert werden, selbst eine Schufa-Auskunft vorzulegen“, sagt Schufa-Chef Rainer Neumann.

    Nein das geht nicht und ist auch gut so! Ich denke sonst würde jeder versuchen wegen kleinigkeiten es bei der Schufa zu melden. Das würde keinen Sinn machen!

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    Hallo, angenommen es existiert(e) ein negativ Schufa Eintrag wegen ausbleibender Zahlung diese aber nach einem halben Jahr erledigt wurde und auch als erledigt in der Schufa gekennzeichnet – kann man im Folgejahr nach dem Erledigungsjahr bereits versuchen einen Dispo bei seiner Bank zu bekommen?

    Mir ist bekannt das die Einträge 3 Jahre lang gespeichert bleiben, jedoch meinte jemand zu mir das der Eintrag im erledigungsjahr sichtbar ist und im Folgejahr nur noch nach dem Motto "Da war was, ist aber erledigt" STIMMT DAS?

    Wann ist die Drohung mit dem Schufa-Eintrag erlaubt?

    Ein negativer Eintrag bei der Schufa kann sehr unangenehme Folgen haben. Ob es um ein Kreditersuchen oder einen neuen Mobilfunk-Vertrag geht: Wird ihre Kreditwürdigkeit angezweifelt, müssen sich Verbraucher mit ungünstigeren Konditionen zufrieden geben, wenn sie nicht gar ganz abgelehnt werden. Diese Angst vor der mangelnden Bonität wird häufig auch als Druckmittel verwendet, um (vermeintliche) Forderungen durchzusetzen. Offenbar begleichen viele Menschen lieber eine zweifelhafte Rechnung, als eine Schufa-Meldung zu riskieren. Doch unter welchen Umständen darf überhaupt ein solcher Negativ-Eintrag angedroht werden?

    Die Drohung mit einem Schufa-Eintrag wurde und wird häufig dazu verwendet, Schuldner damit zur Zahlung einer behaupteten Forderung zu bewegen, auch wenn dieser Zweifel an deren Rechtmäßigkeit angemeldet hat. Die Grundlage dafür, dass ein Unternehmen Daten im Zusammenhang mit einer Forderung überhaupt an eine Auskunftei weitergeben darf, findet sich in § 28a BDSG. Das Gesetz nennt aber auch strenge Regeln dafür, wann eine solche Übermittlung tatsächlich zulässig ist.

    Die grundsätzliche Voraussetzung für die Weitergabe von Forderungsdaten an eine Auskunftei wie die Schufa ist, dass eine festgestellte oder unbestrittene Forderung trotz Fälligkeit nicht beglichen worden ist. Das Gesetz nennt hierfür die konkreten Fälle:

    • wenn ein vollstreckbares Urteil oder ein Schuldtitel gemäß В§ 794 Zivilprozessordnung (ZPO) vorliegt,
    • die Forderung insolvenzrechtlich festgestellt wurde und der Betroffene diese nicht bestreitet,
    • der Schuldner die Forderung ausdrГјcklich anerkannt hat,
    • wenn der Schuldner einer fГ¤lligen Forderung diese nicht bestreitet, mindestens zweimal schriftlich gemahnt und dabei auf die ggf. erfolgende Schufa-Meldung hingewiesen wurde und zwischen der ersten Mahnung und der Meldung an die Schufa mindestens vier Wochen liegen,
    • wenn das VertragsverhГ¤ltnis so gestaltet ist, dass der Forderungsteller bei ZahlungsrГјckstГ¤nden die MГ¶glichkeit einer fristlosen KГјndigung hat und die Meldung angekГјndigt wurde. (Dies ist vor allem bei DauerschuldverhГ¤ltnissen wie beispielsweise Mobilfunk- und MietvertrГ¤gen gegeben.)

    Nur wenn eine dieser Konstellationen gegeben ist, darf ein Schufa-Eintrag (oder eine Meldung an eine andere Auskunftei) erfolgen.

    Nachdem alle Fälle gemeinsam haben, dass die Forderung entweder festgestellt oder jedenfalls unbestritten ist, hat die jüngere Rechtsprechung nun auch konsequent entschieden, dass die Drohung mit einem Negativeintrag rechtswidrig ist, wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist. Wenn also der Schuldner die Forderung bestreitet oder die Forderung nicht festgestellt wurde, verhält sich der Drohende selbst unrechtmäßig. Dies wurde in mehreren Gerichtsurteilen klargestellt (u.a. Amtsgericht Plön, Amtsgericht Leipzig).

    Droht dementprechend ein Gläubiger mit einem Schufa-Eintrag, obwohl Zweifel an der betreffenden Forderung nicht ausgeräumt wurden, besteht ein Unterlassungsanspruch des Schuldners, den er notfalls gerichtlich durchsetzen kann.

    In der BegrГјndung des Urteils des Amtgerichts Leipzig aus dem Jahr 2010 wird deutlich, dass die Schufa nicht als Druckmittel missbraucht werden darf. Zweck der Schufa ist demnach „der Schutz der Wirtschaftsteilnehmer vor zahlungsunfГ¤higen oder zahlungsunwilligen Schuldnern, nicht aber die Durchsetzung mГ¶glicherweise unberechtigter Forderungen.“

    Источники: http://schufa-und-finanzen.net/2016/10/wer-darf-einen-negativen-schufa-eintrag-veranlassen/, http://www.finanzfrage.net/frage/kann-ich-als-privatmann-auch-jemanden-bei-der-schufa-melden, http://www.activemind.de/magazin/drohung-mit-schufa-eintrag-rechtswidrig/

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