Selbstständigkeit kredit

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    Kredite und Darlehen für Existenzgründer

    Sie haben eine Geschäftsidee, aber es fehlt das Geld? Damit sind Sie nicht alleine. Das Thema Finanzierung ist eines der Hauptprobleme von Existenzgründungen und Jungunternehmern in Deutschland. Für Sie als Gründerin oder Gründer bedeutet das: Sie müssen sich gut vorbereiten, um einen Kredit zu bekommen.

    Wer geschickt vorgeht, erhöht die Chancen, einen Kredit zu erhalten. Man braucht in der Regel einen überzeugenden Businessplan mit einer detaillierten Finanzplanung.

    Welche Kredite kommen in Frage? Welche Fördermittel gibt es? Worauf muss man im Bankgespräch achten? Welche Fehler sollte man vermeiden? Diese Fragen klären wir auf dieser Seite.

    Schritt 1: Haben Sie einen schlüssigen Businessplan?

    Die Bank gibt Ihnen nur ein Existenzgründerdarlehen, wenn Sie einen detaillierten Businessplan haben. Eine einfache Vorlage oder ein paar allgemeine Zahlen reichen nicht aus. Sie brauchen eine klare Kalkulation. Außerdem eine Markt- und Wettbewerbsanalyse und einen klaren Plan, wie Sie Kunden gewinnen werden.

    Schritt 2: Haben Sie das Bankgespräch professionell vorbereitet?

    Der Bankangestellte wird Ihnen kritische Fragen stellen! Das ist sein Job. Sie müssen sich also entsprechend vorbereiten. Dazu gehört, dass Sie mögliche Risiken und Gefahren Ihrer Gründung und Ihrer Branche klar erkennen. Und dass Sie erläutern können, wie Sie damit umgehen wollen. Sie brauchen ein Konzept!

    Unser Gründer-Newsletter: Wie erstelle ich einen Businessplan?

    Worauf muss ich beim Bankgespräch achten? Wie gewinne ich Kunden? Diese und weitere Fragen beantworten wir in unserem Newsletter. Jetzt gleich anmelden:

    Schritt 3: Wie setzen Sie das Geld klug ein?

    Viele Existenzgründer passen nach den ersten Monaten ihre Geschäftsidee an. Das ist ein normaler Prozess, weil man dann erstes Kundenfeedback erhalten hat. Hierzu zählt zum Beispiel, bessere Angebote zu entwickeln und zu kalkulieren. Auch hier hilft es viel, betriebswirtschaftliche Erfahrung zu haben.

    In Deutschland gibt es erfahrene Unternehmensberater, die Existenzgründer in solchen Fragen beraten und unterstützen. Sie entwickeln gemeinsam den Businessplan und helfen beim Bankgespräch. Kontaktieren Sie jetzt unverbindlich einen Unternehmensberater aus Ihrer Region. In einem ersten kostenlosen Gespräch können Sie Ihre ersten Fragen klären.

    Wie viel Geld brauchen Sie?

    Viele Gründer haben eine grobe Vorstellung, wie viel Geld sie für die Existenzgründung benötigen. Ohne einen Kredit oder ein Darlehen geht es in der Regel nicht. Dem entsprechend möchten viele Existenzgründer schon vorab wissen, welche Möglichkeiten es für sie gibt.

    Deswegen folgt hier ein kurzer Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es geht darum, einen ersten Schnell-Überblick zu bekommen. Ein Einstieg in das Thema. Denn viele Existenzgründer haben Probleme, einen Kredit bewilligt zu bekommen.

    Kredite bis 25.000 EUR

    Mikrodarlehen: Manche Gründer brauchen nur einen geringen Betrag. Für sie sind Mikrodarlehen interessant. In jedem Bundesland gibt es Förderbanken, die diese Mikrodarlehen vergeben. Die Vor- und Nachteile der Mikrokredite erklärt die Gründerberaterin Jadranka Lux in ihrem Interview mit uns, das Sie am Ende dieser Seite finden. Zum Beispiel zahlt man vergleichsweise hohe Zinsen und die Beantragung ist bürokratisch.

    Kreditmarktplätze: Bei Anbietern wie Auxmoney oder Smava kann man über eine Online-Abfrage herausfinden, ob man einen Kredit bekommt. Die Marktplätze arbeiten teilweise mit unterschiedlichen Anbietern zusammen.

    Beim Kredit von Privat hat man die Möglichkeit, sich selbst und sein Projekt einer Gruppe von privaten Investoren vorzustellen. Diese entscheiden, ob sie ihr Geld verleihen oder nicht. Teilweise findet auch hier eine Vorauswahl anhand von Bonitätskriterien statt. Doch ist das Regelwerk – abhängig vom Anbieter – in der Regel weniger starr als bei einer Bank.

    Auf dem Online-Marktplatz von Auxmoney können Sie schnell und einfach einen Privatkredit erhalten. Auxmoney bringt private Kreditnehmer und private Anleger zusammen und übernimmt – in Zusammenarbeit mit der SWK-Bank – die Kreditabwicklung.

    Der Anbieter Smava bietet einen umfassenden Vergleich vieler bekannter Banken. Der Vergleichrechner ist sehr bequem zu bedienen. Die Anfrage kann kostenlos und unverbindlich gestellt werden.

    Ab 25.000 EUR: Existenzgründerdarlehen über das Hausbankprinzip

    Sowohl über Mikrodarlehen als auch über Kreditmarktplätze sind auch Kredite im fünfstelligen Bereich möglich. Allerdings muss man dann genau abwägen, was sinnvoller ist: Ein Mikrodarlehen oder das StartGeld? Dieses Thema wird im Experten-Interview angesprochen.

    Aber Vorsicht! Sie sollten nicht einfach spontan zur Bank gehen, sondern sich gut vorbereiten. Wenn man ungeschickt vorgeht, kann man seine Kreditwürdigkeit verspielen, sagt Joachim Zill, Gründercoach aus Köln. Mehr dazu lesen Sie in diesem Interview.

    StartGeld der KfW-Bank: Das KfW-Startgeld ist der Klassiker unter den Krediten für Existenzgründer. Man zahlt vergleichsweise niedrige Zinsen. Selbstständige im Nebenerwerb können das StartGeld ebenfalls beantragen. Auch ohne Eigenkapital bekommt man das StartGeld bewilligt – zumindest in der Theorie. In der Praxis gibt es immer wieder Probleme, wie im Interview deutlich wird.

    Fast alle Gründer mit Darlehensbedarf wenden sich früher oder später an ihre Hausbank. Auch wenn der Gründerkredit über die KfW Bank läuft, ist die Hausbank der Ansprechpartner. Sie entscheidet über die Bewilligung der Gelder und vergibt letztendlich die Existenzgründungskredite. Ihre Hausbank kennt Sie und Ihre persönlichen Umstände und kann sich für Sie einsetzen – vorausgesetzt, sie ist von Ihrem Gründungskonzept überzeugt!

    Wie beurteilt meine Bank mein Vorhaben?

    Dazu müssen Sie sich für einen kurzen Augenblick in Ihren Gesprächspartner der Bank hineinversetzen. Was sind deren Ziele, was sind die Ängste? Positiv betrachtet, verdient die Bank an Ihnen Geld durch die Zinsen, die sie für den Kredit bekommt. Diese sind durch die Förderungen allerdings selten besonders hoch. Langfristig möchte die Bank Sie natürlich als erfolgreichen Geschäftsmann haben: Mit prall gefülltem Geschäftskonto oder dem ein oder anderen weiteren Darlehen. Kreditanstalten des öffentlichen Rechts wie z.B. Sparkassen oder Genossenschaftsbanken sehen in der Unterstützung von Existenzgründer oft auch eine Möglichkeit, die regionale Wirtschaftsstruktur zu stärken.

    Die Ängste liegen auf der Hand: Die Bank bekommt ihr Geld nicht zurück. Zahlungsunfähigkeit des Gläubigers. Totalverlust. Diesen Ängsten müssen Sie als Gründer begegnen und durch ein überzeugendes Konzept zerstreuen! Machen Sie Ihren Sachbearbeiter zu Ihrem Verbündeten. Denn dieser vertritt Ihr Anliegen, wenn die Kreditabteilung der jeweiligen Bank über Ihr Existenzgründerdarlehen entscheidet. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr zuständiger Sachbearbeiter für Sie und Ihre Idee eintritt und dass Ihr Scheitern auch auf ihn zurückfällt – mit allen Konsequenzen für seine weitere Karriere. Deshalb: Gehen Sie nicht direkt zur Bank, auch wenn Sie Ihren zuständigen Mitarbeiter schon kennen!

    Bereiten Sie sich bereits für das erste Gespräch optimal und professionell vor. Am besten mit einem Experten aus Ihrer Region, der die lokalen Gegebenheiten kennt.

    Eine Sondersituation ist die Unternehmensnachfolge. Bei externen Nachfolgen geht es darum, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen. Für Kunden, Maschinen und Marke muss ein bestimmter Betrag errechnet werden. Die Alt-Eigentümer des Unternehmens wollen einen guten Preis erzielen, wenn sie ihre Firma verkaufen. Auf der anderen Seite stehen die Gründer, die genau kalkulieren müssen, ob der Preis gerechtfertigt ist. Lesen Sie hier ein Interview und Praxis-Beispiel von einer gelungenen Unternehmensnachfolge.

    Schufa – Selbstauskunft einholen

    Ein Gründer, der einen Kredit bekommen möchte, sollte zuerst eine Schufa-Selbstauskunft einzuholen. Die kostet 24,95 Euro (Stand 04/2016) und man kann sie online bei www.meineschufa.de beantragen. Der große Vorteil: Eine solche Selbstauskunft wird nicht in der eigenen Schufa-Kartei festgehalten. Im Gegensatz zu einer Schufa-Ermächtigung, die man z.B. der Hausbank erteilt. Damit können Sie der Banken oder anderen Geldgebern zeigen, dass Sie eine saubere Schufa haben.

    Hintergrund: Ihre Hausbank hat in der Regel eine Schufa-Ermächtigung. Das heißt: Wenn Sie dort nach einem Kredit fragen, holt die Hausbank sofort eine Schufa-Auskunft ein. Diese Auskünfte werden in der persönlichen Schufa-Kartei des Gründers festgehalten. Wenn die Hausbank dann – aus welchen Gründen auch immer – doch keinen Kredit bewilligt, steht der Existenzgründer im Regen. Denn jede weitere Bank wird ebenfalls eine Schufa-Auskunft haben wollen und wird den Gründer fragen: Warum hat denn Ihre Hausbank keinen Kredit gegeben? Was weiß die Hausbank, was wir nicht wissen? Dabei kann die Ablehnung bei der Hausbank auf ganz anderen Gründen beruhen, etwa weil die Bank risikoscheu ist oder das Konzept noch nicht perfekt ausgearbeitet war.

    Prinzipiell gilt: Wer einen negativen Eintrag in der Schufa-Datei hat – zum Beispiel wegen früherer Schulden – der hat es sehr schwer. einen Gründerkredit zu bekommen.

    Einen guten Businessplan schreiben

    Ein detaillierter Businessplan ist die Basis für einen Gründerkredit. Banken sind extrem fixiert auf Zahlen. Sie müssen schlüssig nachweisen, wie viel Sie mit Ihrer Geschäftsidee verdienen wollen – und zwar je verkauftem Produkt oder Dienstleistung. Gleichzeitig müssen Sie Ihre Kosten detailliert beschreiben. So, dass Sie unterm Strich zeigen, dass Sie mit Ihrer Idee genug Geld verdienen können.

    Das Problem: Wer kann schon in die Zukunft schauen? Viele Existenzgründer stehen vor der Frage, welche konkreten Umsatzzahlen sie eintragen sollen. Die Basis dafür ist eine grundsolide Kalkulation: Wie viele Kunden brauche ich pro Monat und wie viel verdiene ich an einem Kunden? So lassen sich die Zahlen hochrechnen.

    Es ist und bleibt eine Spekulation! Kein Gründer kann vorab beweisen, dass seine Geschäftsidee funktioniert. Trotzdem muss man es im Businessplan so gut wie möglich durchrechnen. Unser Rat: Gerade der Finanzteil im Businessplan muss perfekt sein! Unterschätzen Sie diesen Teil nicht!

    Viele Existenzgründer suchen nach einer Struktur für ihren Businessplan. Eine Vorlage ist für sie der nächste Schritt, um weiterzukommen.

    Sie suchen nach einer einfachen und guten Businessplan-Vorlage? Dann hilft Ihnen das „Businessplan Vorlagen System. Die Vorlage besteht aus drei Teilen:

    1. Businessplan-Vorlage (Word): In der Vorlage finden Sie eine Struktur. Die wichtigen Kapitel mit den entscheidenden Fragen, die Sie beantworten müssen. Zusätzlich Satzbausteine, die Ihnen das Formulieren erleichtern.

    Mit unserem Vorlagen-System kommen Sie einfacher und schneller ans Ziel. Sie können sich an der Vorlage orientieren.

    Sie machen sich auf den Weg ein erfolgreicher Existenzgründer zu werden.

    Welche Förderungen, Zuschüsse und Bürgschaften gibt es?

    Die meisten Fördermodelle für eine Selbständigkeit sehen nicht die direkte Kreditvergabe von der Förderstelle an den Unternehmer vor. In der Regel übernimmt die fördernde Stelle das Risiko, falls der Existenzgründer Kredit nicht zurückgezahlt werden kann, entweder komplett oder in Teilen. Nach dem Hausbankprinzip wird das Geld dann von der Bank des Existenzgründer bewilligt. Die Auswahl dieser Förderungen, Bürgschaftsmodelle und Zuschüsse ist groß. Denn nicht nur der Bund, sondern auch die Länder, Kommunen und sogar die Europäische Union bieten Existenzgründerdarlehen/Bürgschaften für die Finanzierung und Förderung der Existenzgründung an. Alle Zuschüsse können bequem über die Förderdatenbank eingesehen werden (eine der beliebtesten Förderungen ist hier übrigens das Startgeld der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank). Die Vorteile eines geförderten Kredites betreffen fast alle Angebote gleichermaßen:

    • Die Kreditförderung in Deutschland ermöglicht es Existenzgründern ohne viel Eigenkapital, ihre Geschäftsidee in die Tat umzusetzen.

    Auch Unternehmer in einer wirtschaftlichen Krise suchen nach Krediten und Darlehen. Wenn Sie rote Zahlen schreiben, sollten Sie jedoch nicht einfach bei der Bank anklopfen. Lassen Sie sich professionell beraten und ein Sanierungsgutachten erstellen. Mehr Informationen dazu auf unserer Themenseite Unternehmen Sanierung.

    Neben der KfW Bank gibt es auch Förderbanken der einzelnen Bundesländer. Ob Bayern, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein: Jedes Bundesland hat also eine eigene Förderstruktur für Gründer und Unternehmer.

    Das sollte man noch wissen, bevor man zur Bank geht:

    • "Eigenkapital ist alles!": Warum Sie alles daran setzen müssen, an Eigenkapital zu kommen. Und warum dadurch die Verhandlungen mit den Banken einfacher werden.
    • "Kreditwürdigkeit ist schnell verspielt!": Wie man mit der Schufa-Auskunft umgehen sollte. Und wie viele Existenzgründer unnötigerweise ihre Kreditwürdigkeit verspielen.
    • Beratung: Professionelle Gründerberater helfen Existenzgründern bei der Finanzplanung und Beantragung von Krediten. Profitieren Sie von der Erfahrung und nutzen Sie ein Gesprächsangebot.
    • Checkliste: Das müssen Sie beim Bankgespräch beachten. Die kritischen Fragen werden kommen – ob Sie wollen oder nicht. Vorbereitung ist alles.
    • Wie komme ich an Startkapital?: Wie komme ich an Fördermittel? Wie berechne ich meinen Kapitalbedarf? Worauf muss ich bei privaten Krediten achten?
    • Tunnelblick: Warum Existenzgründer beim Thema Kredit schnell einen Tunnelblick bekommen – und wie sie wieder da raus kommen. Und warum man Durchhaltevermögen braucht.

    Eine Bank für Existenzgründer

    Welche Bank eignet sich für Existenzgründer? Diese Frage stellen sich viele Gründer gerade in der Startphase. Zwei Dinge, um die es ihnen in der Regel geht:

    • Eine Bank für das Geschäftskonto: Man kann nicht bei der Bank ein Geschäftskonto anlegen. Außerdem unterscheiden sich die Banken in ihren Tarifen.
    • Eine Bank für die Beantragung eines Kredits: Die meisten Existenzgründer brauchen einen Kredit und fragen sich, zu welcher Bank sie gehen sollen.

    Welche Bank eignet sich für Existenzgründer? Grundsätzlich könnte jede Bank, die Geschäftskunden führt, auch Existenzgründern einen Kredit bewilligen. Allerdings sind manche Banken eher negativ gegenüber Existenzgründern eingestellt, berichtet zum Beispiel Unternehmensberater Joachim Zill im Interview zum Thema Bankgespräch und Schufa-Auskunft.

    Der Grund: Die Banken tragen einen Teil des Ausfallrisikos. Und Existenzgründer sind nicht so eine sichere Bank wie ein Beamter auf Lebenszeit. Die Gefahr für Existenzgründer: Wenn der Kreditwunsch von mehreren Banken abgelehnt wird, besteht die Gefahr, dass man sein "Kredit-Scoring", also seine Kreditwürdigkeit verspielt hat, berichtet Unternehmensberater Zill (siehe Interview).Man muss sich also gut auf das Bankgespräch vorbereiten – und nicht spontan oder unüberlegt bei einer Bank anklopfen.

    Viele Gründer versuchen auf eigene Faust einen Kredit bewilligt zu bekommen. Manchmal klappt dies auch. Es gibt allerdings die Alternative, sich für dieses komplizierte Thema einen professionellen Unternehmensberater als Unterstützung dazuzuholen. "Jede Bank tickt anders. Es ist auch immer eine Frage, welche Kontakte man hat", sagt Unternehmensberaterin Jadranka Lux zum Thema Eigenkapital und Bankgespräch.

    Die meisten Gründer wollen einen Gründerkredit der KfW Bank beantragen. Doch die KfW Bank ist keine übliche Hausbank mit Filialen an jeder Ecke. Der Kredit wird über die Hausbank abgewickelt, die einen Teil des Ausfallrisikos mitträgt. Man kommt also nicht umher, sich eine Bank zu suchen.

    Über unsere Datenbank können Sie kostenlos und unverbindlich Kontakt zu einem Unternehmensberater aus Ihrer Region aufnehmen. Die Gründerberater kennen sich häufig in der Bankenszene aus. In einem ersten Gespräch können Sie herausfinden, wie Ihnen der Gründerberater bei der Kreditbeantragung und im Bankgespräch helfen kann. Ein solches Gründercoaching Deutschland wird übrigens von der KfW Bank gefördert. Durch den Zuschuss zahlt man einen geringen Betrag für die Beratung.

    Nachfolge: Firma kaufen

    Viele Existenzgründer kaufen ein bestehendes Unternehmen oder Anteile an einer GmbH. Für diesen Firmenkauf benötigen Sie entsprechendes Kapital. In der Regel geht es hier um sechsstellige Summen. Ein Beispiel: Eine Praxisübernahme eines Arztes oder Apothekers kostet häufig mehrere hunderttausend Euro. In anderen Branchen kostet eine Firmenübernahme fünfstellige Summen.

    Bei einer solchen Unternehmensnachfolge gibt es vieles zu beachten. Zum einen muss der Firmenwert professionell ermittelt werden, damit Sie als Gründer wissen, wie viel Kapitalbedarf Sie für den Unternehmenskauf haben. Zum anderen sollten Sie verschiedene Kreditmöglichkeiten vergleichen und Fördermittel entsprechend ausschöpfen. Hier macht eine Unterstützung durch einen Unternehmensberater viel Sinn. Ein Berater aus der Region kennt sich mit Fördermitteln einzelner Bundesländer und auf nationaler Ebene gut aus und hat häufig gute Kontakte zu Banken.

    Hausbank: wichtiger Partner für Existenzgründer

    Mit der Wahl der Hausbank entscheiden Sie sich für einen wichtigen Partner. Neben dem Geschäftskonto bzw. Girokonto für Selbstständige bietet die ideale Hausbank auch weitere Dienstleistungen an, wie z.B. ein Kontokorrentkredit oder ein Darlehen. Wichtig ist auch die Frage, ob Gründer bzw. Selbstständige ein Filialnetz benötigen oder ob ggf. eine Onlinebank eine interessante Alternative sein kann.

    Da die Wahl der Hausbank ein sehr wichtiger Baustein für die erfolgreiche Gründung ist, sollten Sie untenstehende Punkte beachten.

    Hausbank als wichtiger Partner bei der Gründung

    Die Hausbank ist in der Regel einer der ersten und wichtigsten Ansprechpartner während bzw. direkt nach der Gründung. Kapitalgesellschaften benötigen z.B. für die Gründung der Gesellschaft ein Geschäftskonto (das Gründungskapital muss auf das Konto einbezahlt werden). Aber auch Personengesellschaften und Einzelunternehmer sollten sich frühzeitig über das Thema Geschäftskonto bzw. Girokonto für Selbstständige Gedanken machen.

    Über das Konto bei der Hausbank wird dann der Zahlungsverkehr mit Kunden und Lieferanten abgewickelt. Zudem ist die Hausbank in der Regel erster Ansprechpartner für alle Fragen der Finanzierung sowie für die Beantragung von Fördermitteln.

    Die Aufgaben einer Hausbank

    Die Hausbank ist für Existenzgründer und Selbstständige die Bank, bei der die Kundenbeziehung über die Ausführung von einfachen, anonymen Finanztransaktionen hinausgeht. Die Hausbank stellt Kredite und/oder einen Kreditrahmen (Kontokorrent) zur Verfügung und erledigt alle Transaktionen die über das Geschäftskonto laufen. Zu diesen Transaktionen zählen insbesondere der Zahlungsverkehr mit Lieferanten und Kunden.

    Über die Hausbank werden zudem Fördermittel beantragt, die dann über das Geschäftskonto ausgezahlt werden. Die Geschäftsverbindung zwischen Unternehmer und Hausbank sollte somit langfristig und vertrauensvoll sein.

    Wenn Sie gründen, sollten Sie nicht vergessen ein eigenes Konto für Ihr Unternehmen zu eröffen. So finden Sie das passende Firmenkonto!

    Pflegen Sie einen guten Kontakt zur Ihrer Hausbank

    Eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Hausbank und Unternehmer verschafft der Hausbank einen besseren Überblick über das Unternehmen. Dies ermöglicht eine bessere Einschätzung zum Chancen- Risikoprofil des Unternehmens. Dadurch kann die Hausbank gegebenenfalls eher zu einer Kreditvergabe bereit sein oder einen Kredit zu besseren Konditionen anbieten. Auf dem Weg zur Beantragung eines Kredits oder von Fördermitteln durch die Hausbank steht stets das Bankgespräch – oft auch in Verbindung mit dem Thema Rating.

    Auch in Zeiten der Unternehmenskrise sollten Sie Ihre Hausbank frühzeitig und umfassend informieren. Nur so können Sie auf die Unterstützung der Hausbank hoffen.

    Was ist bei der Wahl der Hausbank zu beachten?

    Die Wahl der Hausbank ist bereits in der Gründungsphase, also vor der finalen Eröffnung eines Geschäftskontos, für jeden Existenzgründer eine sehr wichtige Fragestellung. Ein Geschäftskonto sollte der Existenzgründer bei dem Institut eröffnen, zu dem er persönlich das höchste Vertrauen hat. Neben dem Ruf und Image der Hausbank spielt dabei auch das Vertrauen des Gründers in den Bankberater eine große Rolle.

    Aus diesem Grund sollte der Existenzgründer mehrere mögliche Hausbanken konsultieren, um sich persönlich ein Bild der verschiedenen Geldinstitute zu machen. Bei der Entscheidung, welche Bank die Hausbank werden soll, spielt es keine Rolle, ob der Gründer noch mit mehreren Geldinstituten Geschäftsverbindungen unterhalten möchte. Aufgrund der starken Abhängigkeit, die zur Hausbank oder zu einem bestimmten Mitarbeiter entsteht, ist es ratsam, mit mindestens einer weiteren Bank zusammenzuarbeiten.

    Der Existenzgründer sollte sich vor dem Bankgespräch mit der möglichen Hausbank überlegen, welche speziellen Anforderungen er an eine zukünftige Hausbank hat. Die Konditionen sollten nicht allein das entscheidende Kriterium bei der Wahl der richtigen Hausbank sein. Vielmehr sind folgende Faktoren wichtig:

    • Verfügt das Geldinstitut bereits über Erfahrungen in der Branche des Gründers? Wird die Bank bspw. bereits häufig von Unternehmen der Branche genutzt?
    • Besteht die grundsätzliche Bereitschaft zur Kreditvergabe an Gründer und die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln?
    • Welche Service bietet die Bank?
    • Erscheinen die Mitarbeiter kompetent, vertrauensvoll und sympathisch?

    Kredit von der Hausbank erhalten

    Die Hausbank nimmt eine sehr wichtige Funktion im Gründungsprozess ein. Neben dem Geschäftskonto ist die Hausbank auch direkter Ansprechpartner für Finanzierungsfragen – egal ob Sie einen klassischen Bankkredit oder einen Förderkredit beantragen möchten, die Hausbank ist da fast immer der erste Ansprechpartner.

    Da Banken generell Pobleme bei der Einschätzung der Bonität von Gründern haben, bietet es sich oft an, auch mit einer Bürgschaftsbank zu sprechen.

    Klassische Hausbank mit Filialnetz vs. Onlinebank

    Eine wichtige Frage für Gründer und Selbstständige ist sicherlich auch, in wie weit man auf ein bestehendes Filialnetz zurückgreifen möchte bzw. muss. Insbesondere für Einzelhändler und diejenigen, die ein Bargeld bezogenes Geschäftsmodell haben, ist die Frage, wo nach Geschäftsschluss der erzielte Bargeld Umsatz eingezahlt werden kann.

    Ist dies jedoch für einen Gründer kein relevanter Faktor, dann kommt ggf. auch eine Onlinebank als Hausbank in Frage. Oft bieten die Onlinebanken einen gewissen Kostenvorteil, da kein kostenintensives Filialnetz unterhalten werden muss. Allerdings ist das Leistungsangebot bei Onlinebanken meist deutlich geringen – insbesondere auch, wenn es um Förderkredite geht.

    Welche Banken gibt es?

    Es gibt in Deutschland eine Reihe an unterschiedlichen Banken. Deshalb hilft hier bei der Auswahl ein kurzer Überblick:

    Großbanken sind privatwirtschaftliche Kreditinstitute mit Niederlassungen in ganz Deutschland. Sie sind ferner auf allen wichtigen internationalen Märkten vertreten wie beispielsweise die Deutsche Bank oder die Commerzbank. Großbanken sind aufgrund ihrer Filialdichte sowie ihres Know-hows in vielen Branchen als Hausbank für Existenzgründer geeignet .

    • Auslandsbanken als Hausbank

      Als Auslandsbanken werden im Inland arbeitende Kreditinstitute bezeichnet, die sich im Eigentum ausländischer Banken oder Nichtbanken befinden. Dies ist der Fall wenn ausländische Banken Filialen in Deutschland gründen oder sie sich mehrheitlich an deutschen Banken beteiligen (z.B.: BfG Bank, die der französischen Credit Lyonnais gehört). Auch Auslandbanken stehen den Großbanken in nichts nach und bieten nicht selten „Kampfkonditionen“ zur Marktanteilsgewinnung an. Daher sind diese Banken ebenfalls als Hausbank für Existenzgründer geeignet .

    • Genossenschaftsbanken als Hausbank

      Bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken handelt es sich in der Regel um kleine Institute, die in einer begrenzten Region viele Filialen haben. Sie haben sich oft auf das Einlagen- und Kreditgeschäft mit Nichtbanken spezialisiert und genießen dabei den Vorteil tiefer Marktdurchdringung und großer Nähe zum Kunden – oft kleinen und mittleren Unternehmen der Region. Über Verbundunternehmen bietet der Genossenschaftsbankensektor praktisch alle Arten von Finanzdienstleistungen an und ist deshalb als Hausbank für Existenzgründer sehr geeignet .

    • Sparkassenorganisation bzw. Sparkassen als Hausbank

      Die Sparkassen werden auch als Universalkreditinstitute bezeichnet und übernehmen alle üblichen Bankgeschäfte den verschiedenen Kundengruppen wie private Haushalte, Unternehmen, Kommunen und institutionelle Kunden. Sie sind stark regional verankert und haben zahlreiche Filialen. Durch die hohe lokale Präsenz und die Möglichkeit zur Bündelung vieler Produkte erreichen Sparkassen oft hohe Marktanteile. Sind als Hausbank für Existenzgründer sehr geeignet .

    • Onlinebanken als Hausbank

      Onlinebanking beschreibt den direkten Zugriff auf den Bankrechner, sei es über das Internet oder Direkteinwahl bei der Bank per Datenfernübertragung. Onlinebanking wird nahezu von allen Banken angeboten und ist mehr als Dienstleistung zu sehen. Zudem gibt es Banken, die ausschließlich Online arbeiten. Onlinebanken sind eher als ergänzende Bankverbindung für den Existenzgründer zu sehen und weniger als primäre Hausbank.

    • Regionalbanken als Hausbank

      Die Tätigkeit der Regionalbanken erstreckt sich nicht auf ganz Deutschland, sondern auf bestimmte Regionen. Die Geschäftstätigkeit ist aber sonst mit derjenigen von Großbanken vergleichbar. Zu den Regionalbanken gehören Kreditinstitute von sehr unterschiedlicher Größe und Geschäftsstruktur. Neben Hypotheken- und Überseebanken sind Teilzahlungskreditinstitute eine wichtige Gruppe der Regionalbanken. Sie räumen Privatpersonen und Gewerbetreibenden kurz- und mittelfristige Kredite im Rahmen von Ratenzahlungskäufen ein. Regionalbanken sind selten Vollbanken und sind daher nur bedingt geeignet als Hausbank für Existenzgründer.

    • Privatbankiers bzw. Privatbanken als Hausbank

      Die Gruppe der Privatbankiers stellt den ältesten Zweig des deutschen Kreditgewerbes da. Privatbankiers sind im universellen Bankgeschäft – allerdings oft mit erheblichen Kostennachteilen – und als Nischen-Player tätig. Ihr Kundenpotential liegt überwiegend bei den vermögenden Privatkunden sowie mittleren bis größeren Unternehmen. Für diese nehmen sie spezielle Funktionen in der Außenhandelsfinanzierung und im Wertpapierhandelsgeschäft wahr. Aufgrund dieser primären Tätigkeitsfelder sind sie nicht als Hausbank für Existenzgründer geeignet .

    Neben der Hausbank: Kreditinstitute mit Sonderaufgaben

    Diese sehr heterogene Gruppe nimmt im deutschen Finanzsystems Spezialfunktionen wahr, welche durch andere Institute nicht oder nur unzureichend abgedeckt werden. Zu den wichtigsten privatrechtlichen Kreditinstituten für Existenzgründer zählen die AKA Bank als eine Spezialbank für mittel- und langfristige Exportfinanzierung sowie die IKB Deutsche Industriebank, zuständig für die Versorgung der gewerblichen Wirtschaft mit mittel- und langfristigen Krediten. Beide Banken sind für den klein- und mittelständischen Unternehmer durchaus relevant, kommen als Hausbank für Existenzgründer jedoch nicht infrage. Zu weiteren Kreditinstituten mit Sonderaufgaben zählen auch die Förderbanken in Deutschland. Die Förderprogramme des Bundes verantwortet die KfW. In den einzelnen Bundesländern gibt es weitere auch Förderinstitute mit umfangreichen Förderprogrammen für Gründer und Unternehmen. Förderbanken übernehmen nicht die Hausbank-Funktion. Zumeist müssen auch die Anträge auf Fördermittel über die jeweilige Hausbank an die Förderbank gestellt werden.

    Der Online Kredit ist insbesondere für Gründer und junge Unternehmen eine interessante Alternative zum Bankkredit!

    Wenn Sie sich nebenberuflich selbstständig machen

    Viele Gründer machen sich nebenberuflich selbstständig. Wichtige Themen wie Steuern, die Anmeldung oder ob der Arbeitgeber informiert werden muss, darf man nicht vergessen. Als Existenzgründer können Sie die nebenberufliche Selbstständigkeit nutzen, um zu testen, ob und wie gut ihre Geschäftsidee ankommt. Wichtig ist aber auch bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit, dass Sie sich gut vorbereiten.

    Erstellen Sie Ihren Businessplan und wägen Sie Vor- und Nachteile ab. Für einen optimalen Start können Sie ein gefördertes Gründercoaching nutzen.

    Die nebenberufliche Selbstständigkeit boomt

    Wenn Sie noch abhängig beschäftigt sind, stellt die nebenberufliche Selbstständigkeit ebenfalls einen Weg zu Ihrer Existenzgründung dar. Der KfW Gründungsmonitor, der das Gründergeschehen in Deutschland erfasst, bestätigt, dass die nebenberufliche Selbstständigkeit in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. So finden mittlerweile über die Hälfte aller Gründungen in Form der nebenberuflichen Selbstständigkeit statt. Insbesondere Frauen wählen eher die nebenberufliche Selbstständigkeit als Weg der Existenzgründung als die Vollerwerbsgründung. Zudem zeigt der Gründungsmonitor, dass der Kapitalbedarf für nebenberuflich Selbstständige in der Regel niedriger ist.

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    7 Punkte, wenn Sie sich nebenberuflich selbstständig machen

    Wenn Sie sich nebenberuflich selbstständig machen möchten, so gibt es verschiedene Punkte zu beachten. Wir haben nachfolgend 7 relevante Themen aufgelistet, die Sie vor Ihrer nebenberuflichen Selbstständigkeit prüfen sollten:

    1. Nebenberuflich selbstständig versus hauptberuflich

    Ihre Selbstständigkeit ist nur solange nebenberuflich, wie bestimmte Kriterien eingehalten werden. Diese betreffen u.a. die Arbeitszeit und das erzielte Einkommen. Die Grundlogik ist dabei, zu bestimmen, welche Beschäftigung Ihren Arbeitsmittelpunkt bildet. Bei der Arbeitszeit kann bspw. eine Richtzeit von max. 18 Stunden pro Woche für die nebenberufliche Selbstständigkeit zugrunde gelegt werden.

    Natürlich sollte das Einkommen aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit nicht das Arbeitseinkommen übertreffen. Bei der Beschäftigung eines Mitarbeiters wird ebenfalls eine hauptberufliche Selbstständigkeit unterstellt und Sie sind nicht mehr nebenberuflich selbstständig.

    2. Anmeldung der nebenberuflichen Selbstständigkeit

    Für die Anmeldung Ihrer nebenberuflichen Selbstständigkeit gelten die gleichen Anforderungen, wie bei einer Existenzgründung zum Vollerwerb. Mehr dazu erfahren Sie unter Unternehmen anmelden.

    3. Arbeitgeber informieren

    Grundsätzlich gilt, dass Ihnen frei steht sich nebenberuflich selbstständig zu machen. Dabei dürfen Sie jedoch nicht Ihre Pflichten als Arbeitnehmer vernachlässigen oder Ihrem Arbeitgeber Konkurrenz machen. Beachten Sie außerdem bestehende Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag. Ihren Chef zu benachrichtigen und die Erlaubnis einzuholen ist nicht nur ratsam sondern in der Regel eine Pflicht, wenn Sie sich nebenberuflich selbstständig machen.

    4. Sozialversicherungspflicht beachten

    Wenn Sie nebenberuflich selbstständig sind, brauchen Sie keine (zusätzlichen) Sozialversicherungen zu zahlen. Die Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse ist jedoch dringend nötig, da das Entgelt aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit ebenfalls für den Beitrag berücksichtigt wird. Dies kann andernfalls Nachforderungen zur Folge haben. Auch wenn Sie sich als Student nebenberuflich selbstständig machen wollen, ist der Kontakt zur Krankenkasse wichtig. Mehr zum Thema Sozialversicherungspflicht haben wir hier zusammengestellt.

    Sobald Ihre nebenberufliche Selbstständigkeit überwiegt (in Bezug auf Einkommen und/oder Arbeitszeit), können Sie den Status als Selbstständiger beantragen. So werden Sie versicherungsfrei und müssen keine Beiträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlen. Außerdem können Sie dann zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung wählen.

    5. Genehmigungen für die nebenberufliche Selbstständigkeit

    Auch für eine nebenberufliche Selbstständigkeit gilt, dass Sie alle Qualifikationen und Genehmigungen nachweisen müssen, wie im Falle einer hauptberuflichen Selbstständigkeit. Mehr zum Thema Genehmigungen erfahren.

    6. Steuern für nebenberuflich Selbstständige

    Für die Besteuerung ist es unerheblich, ob Sie nebenberuflich selbstständig oder Ihre Gründung im Vollerwerb durchgeführt haben. Erfahren Sie, welche Steuern Sie zahlen müssen, wenn Sie nebenberuflich selbstständig sind.

    7. Kleinunternehmerregelung prüfen

    Die nebenberufliche Selbstständigkeit und der Kleinunternehmerstatus sind nicht identisch. Auch wenn Sie sich hauptberuflich selbstständig machen, können Sie die Sonderregelungen für Kleinunternehmer in Anspruch nehmen. Dabei geht es in erster Linie um die Befreiung von der Umsatzsteuer. Erfahren Sie mehr über die die Kleinunternehmerregelung.

    Sobald Ihre nebenberufliche Tätigkeit überwiegt werden Sie versicherungsfrei und können Beiträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung einsparen!

    Welche Rechtsform für Ihre nebenberufliche Selbstständigkeit?

    Auch wenn Sie nebenberuflich gründen, sollten Sie sich Gedanken zur Rechtsform machen. Bei der Wahl der Rechtsform ergeben sich für viele Gründer oft einige Fragen. Neben dem Anwalt oder dem Steuerberater unterstützt die Gründeragentur GO AHEAD bei den Formalitäten. Das Unternehmen hat mehr als 40.000 Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet und später in der Verwaltung betreut: mehr über die Angebote erfahren.

    Einen ersten Überblick zu der zu Ihnen passenden Rechtsform können Sie sich auch in dem Rechtsform-Test verschaffen. In 12 Fragen gelangen Sie zur Empfehlung der passenden Rechtsform:

    Arbeitslosigkeit und nebenberufliche Selbstständigkeit

    Auch wenn Sie arbeitslos sind, dürfen Sie eine selbstständige Tätigkeit nebenbei ausüben. Die nebenberufliche Selbstständigkeit darf jedoch 15 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Wenn Sie in der Arbeitslosigkeit nebenberuflich selbstständig sind, bleiben 165 € Monatseinkommen anrechnungsfrei. Die nebenberufliche Selbstständigkeit müssen Sie jedoch unverzüglich dem Arbeitsamt melden.

    Die nebenberufliche Selbstständigkeit und ihre Vorteile

    • Wenn Sie sich zunächst nebenberuflich selbstständig machen, können Sie testen ob Ihre Geschäftsidee tatsächlich über genügend wirtschaftliches Potenzial für eine hauptberufliche Selbstständigkeit verfügt.
    • Sie reduzieren durch die nebenberufliche Selbstständigkeit das Risiko eines Scheiterns, da Sie über ein gesichertes Arbeitseinkommen verfügen und dies zur Finanzierung der nebenberuflichen Selbstständigkeit heranziehen können.
    • Wenn Sie nebenberuflich selbstständig sind, können Sie sich im Vergleich zur Vollerwerbsgründung mit der Entwicklung mehr Zeit lassen oder auch weniger Zeit investieren.
    • Bei einer drohenden Arbeitslosigkeit können Sie die nebenberufliche Selbstständigkeit in eine hauptberufliche Selbstständigkeit überführen.
    • Natürlich können Sie durch die nebenberufliche Selbstständigkeit auch Ihr bisheriges Arbeitseinkommen erhöhen.

    Die nebenberufliche Selbstständigkeit und ihre Nachteile

    • Bedenken Sie, dass Sie auch eine Doppelbelastung durch die nebenberufliche Selbstständigkeit eingehen und auf Zeit für die Familie und das Privatleben verzichten.
    • Prüfen Sie, ob die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit ausreicht, um ein Unternehmen erfolgreich im Nebenerwerb zu führen, bevor Sie sich nebenberuflich selbstständig machen.
    • Bei möglichen Kunden kann der Umstand einer nebenberuflichen Selbstständigkeit nachteilig ausgelegt werden. Gleiches gilt für Partner und Lieferanten.
    • Aufgrund Ihrer Hauptbeschäftigung sind Sie zeitlich weniger flexibel, um auf dringende Kundenwünsche zu reagieren, wenn sie nebenberuflich selbstständig sind.
    • Auch die Gründung im Nebenerwerb kann scheitern – entstandene Schulden müssen Sie dann über Ihr Gehalt abarbeiten.

    Nutzen Sie für den Start in die nebenberufliche Selbstständigkeit ein staatlich gefördertes Coaching: wir suchen Ihnen gerne und kostenlos den passenden Berater!

    Источники: http://www.existenzgruender-jungunternehmer.de/p/finanzen/kredite.html, http://www.fuer-gruender.de/kapital/fremdkapital/hausbank/, http://www.fuer-gruender.de/wissen/existenzgruendung-planen/selbststaendig-machen/nebenberuflich-selbststaendig/

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