Sofortüberweisung test

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    Online bezahlen: Sofortüberweisung.de ist umstritten

    Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), eine Einrichtung der deutschen Kreditinstitute, warnt vor dem Online-Bezahldienst sofortüberweisung.de. Auf Anfrage von Finanztest erklärte der ZKA, mit der Nutzung des Dienstes würden Kunden gegen die Geschäftsbedingungen ihrer Bank verstoßen. Es sei fraglich, wer im Fall eines Missbrauchs haftet.

    Wer mit sofortüberweisung.de bezahlt, gibt seine geheimen Daten (Pin und Tan) nicht auf den Seiten der eigenen Bank ein, sondern schreibt sie in ein Formular des Bezahldienstes, der sie zur Bank leitet. Theoretisch könnte der Bezahldienst die Daten also ausspähen.

    Sofortüberweisung.de arbeitet allerdings seit etwa drei Jahren, ohne dass Missbrauchsfälle bekanntgeworden sind. Nach Unternehmensangaben kann mit dem System bei etwa 10 000 Unternehmen bezahlt werden, darunter Dell, Conrad und die Fluglinie KLM. Bei Kunden wird der Dienst immer beliebter. Er ist kostenlos und funktioniert mit Konten fast jeder Bank.

    Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet seit Jahren auch ein Bezahldienst der Telekom („t-pay online Überweisung“). Wie es um die Haftung steht, wenn Kunden diese Dienste nutzen, wollen die Kreditinstitute aber nicht klar sagen. Finanztest hat bei einigen nachgefragt, ob Kunden die Schäden im Missbrauchsfall allein zahlen müssen, wenn sie einen der umstrittenen Bezahldienste nutzen. Klare Antworten waren Mangelware.

    Tipp: Fragen Sie vor Nutzung eines solchen Bezahldienstes Ihre Bank, wer für Missbrauch haftet. Machen Sie sich vor Transaktionen im Internet immer klar, dass Betrüger mit Pin und Tan Ihr Konto plündern können.

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    Kostenlose Zahlungs­mittel im Netz: „Sofort­über­weisung“ genügt nicht

    Händler dürfen den Onlinebezahl­dienst „Sofort­über­weisung“ nicht als einziges kostenfreies Zahlungs­mittel anbieten. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. KZR 39/16). Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) – und zwar gegen ein Unternehmen der Deutschen Bahn.

    Mindestens ein üblicher Gratis-Bezahlweg muss sein

    Fürs Bezahlen dürfen Händler kein Geld nehmen. Sie müssen mindestens einen Bezahlweg anbieten, der allgemein üblich und kostenlos ist. Im Streit um die Frage, welcher kostenlose Bezahlweg es sein darf, hat die Deutsche-Bahn-Tochter Start.de nun den Kürzeren gezogen. Das Reiseportal verlangte für die Zahlung per Kreditkarte 12,90 Euro. Kostenfrei war nur die Zahlung per Sofort­über­weisung. Das genügte dem höchsten Gericht nicht. Start.de darf das Verfahren weiter anbieten, muss aber andere Gratis-Bezahl­wege dazu­nehmen.

    Was sind gängige Zahlungs­mittel?

    Ein Zahlungs­mittel gilt als gängig, wenn es weit verbreitet ist und der über­wiegenden Mehr­zahl der Verbraucher zur Verfügung steht. Beispiele hierfür sind Über­weisung, Last­schrift, PayPal, Kauf auf Rechnung und verbreitete Kreditkarten wie VISA und MasterCard. Nicht gängig ist die Visa-Electron-Karte, erklärte das Land­gericht Berlin dem Reiseportal Expedia.de (Az. 16 O 362/16, nicht rechts­kräftig). Auch das Ober­landes­gericht Dresden hat Visa Electron als nicht gängig beur­teilt (14 O 1489/14). Das Land­gericht Hamburg sah das auch bei Visa Entropay so (Az. 327 O 166/15). Der Bezahl­dienst Sofort­über­weisung ist zwar gängig, aber nicht zumut­bar. Das Land­gericht Frank­furt am Main sah erhebliche Daten­schutz­probleme und bean­standete, dass der Anbieter bei der Bank des Kunden den Konto­stand abfragt, die jüngsten Umsätze sowie den Kredit­rahmen – den Kunden darüber aber vorher nicht informiert (Az. 2–06 O 458/14).

    Der Haken beim Dienst Sofort­über­weisung

    Der Bezahl­dienst Sofort­über­weisung hat einen Haken: Der Kunde gibt dort Pin und Tan ein, die Geheimzahlen seiner Bank. Die meisten Banken verlangen aber, dass der Kunde diese keinem Fremden mitteilt. Im Streit zwischen der Sofort GmbH und etablierten Banken hatte das Bundes­kartell­amt Sofort­über­weisung den Rücken gestärkt (siehe Meldung Sofortüberweisung muss möglich sein). Sofort­über­weisung betont, es habe bei 100 Millionen Trans­aktionen in den vergangenen zehn Jahren noch nie Miss­brauch gegeben. Der Zahl­vorgang laufe auto­matisch, Pin und Tan würden nie gespeichert und seien auch für Mitarbeiter nicht einsehbar. Das Verfahren sei Tüv-geprüft. Sollte es doch ein Problem geben, werde man den Schaden über­nehmen. Vorteil von Sofort­über­weisung ist, dass der Internethändler sofort eine Zahlungs­bestätigung erhält. Er kann die Ware sofort versenden. Der Kunde erhält sie schneller als bei Vorkasse.

    Diese Meldung ist erst­mals am 16. August 2015 auf test.de erschienen. Sie wurde seitdem mehr­fach aktualisiert, zuletzt am 15. November 2017.

    Dieser Artikel ist hilfreich. 22 Nutzer finden das hilfreich.

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    30. Mai 2011, 19:11 Uhr

    Zahlung per Sofortüberweisung Ein Klick – und weg sind die Daten

    Oft bezahlen Einkäufer im Internet per Sofortüberweisung. Was viele dabei nicht wissen: Der Anbieter Sofortüberweisung.de erhält einen umfangreichen Blick in seine Konten.

    Silke Bigalke, geboren 1983, berichtet für die Süddeutsche Zeitung aus Stockholm. Sie hat in Köln Politik und Volkswirtschaftslehre auf Diplom studiert und während des Studiums die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft besucht. 2011 kam sie zur Süddeutschen Zeitung, seit Anfang 2014 ist sie Korrespondentin für Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island.

    Es ist ein Generalschlüssel zum eigenen Konto, den Kunden dem Online-Dienst Sofortüberweisung.de anvertrauen. Der Dienstleister wickelt für sie die Überweisungen bei Einkäufen im Internet ab – und zwar von ihrem normalen Bankkonto.

    Etwas Verbotenes macht Sofortüberweisung.de nicht. Datenschützer bemängeln jedoch, dass der Kunde kaum wissen könne, worauf er sich einlässt.

    (Foto: Peter Steffen/dpa)

    Der Vorteil dieses Services, hinter dem das Unternehmen Payment Network aus Gauting bei München steht: Der Verkäufer bekommt sofort bestätigt, dass das Geld auf dem Weg zu ihm ist. Der Nachteil für den Kunden: Er gibt PIN- und TAN-Nummern aus der Hand und gewährt Sofortüberweisung.de einen umfangreichen Blick in seine Konten. Nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) fragt der Dienstleister die Umsätze der vergangenen 30 Tage, den Dispokredit und weitere Kontostände bei derselben Bank ab.

    „Unsere Software berechnet den Verfügungsrahmen des Kunden zum Zeitpunkt der Überweisung“, erklärt Georg Schardt, Vorstand von Payment Network. Dafür brauche das System nicht nur den Kontostand und den Dispokredit. Es müsse auch prüfen, ob der Kunde in der Zwischenzeit weitere Überweisungen getätigt habe, die noch nicht vom Kontostand abgezogen sind. Außerdem prüft das Unternehmen, ob der Kunde in den vergangenen 30 Tagen schon andere Bestellungen über Sofortüberweisung.de bezahlt hat. „So schließen wir aus, dass sich Betrugsfälle wiederholen“, sagt Schardt. Zugangscodes würden dabei nicht gespeichert. Die Prüfung laufe automatisch.

    Umfassende Zugangsrechte für Dritte

    Etwas Verbotenes macht der Anbieter nicht. Datenschützer bemängeln jedoch, dass der Kunde kaum wissen könne, worauf er sich einlässt. Bevor er PIN und Kontonummer eingibt, bekommt er den Hinweis, dass die Firma frühere Transaktionen von Sofortüberweisung.de und den Verfügungsrahmen prüfe. Was das bedeutet, erfährt er nicht. Weitere Informationen bekommt er erst, wenn er den Link zu den Datenschutzhinweisen anklickt. „Der Verbraucher macht sich nicht notwendigerweise klar, dass er hier Dritten umfassende Zugangsrechte gibt“, sagt Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

    Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat Payment Network zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die Behörde steht mit dem Unternehmen schon länger in Kontakt. Die Recherchen des NDR hätten jetzt neue Fragen aufgeworfen, sagt Thomas Kranig, Leiter des Landesamtes. „Der Kunde muss wissen, wozu er seine Einwilligung gibt, und das ist hier womöglich nicht gegeben“, meint er. Für ein abschließendes Urteil müsse er aber die Antwort von Payment Network abwarten. Das Unternehmen möchte von sich aus prüfen, ob es die Bedingungen für Käufer klarer formulieren kann. Zu prüfen bleibe auch, ob Sofortüberweisung.de auf die anderen Konten der Käufer bei derselben Bank zugreife, sagt Datenschützer Kranig.

    Drohende Haftungsfalle

    Schardt steht mit seinem Angebot in Konkurrenz zum Dienstleister Giropay, hinter dem die Postbank, die Sparkassen-Finanzgruppe, die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie einige private Banken stehen. „Wir sind der günstigste Online-Bezahldienst“, behauptet Schardt, die Verkäufer zahlten maximal ein Prozent Gebühr. 17.000 E-Commerce-Händler greifen laut Payment Network auf den Überweisungsdienst zurück.

    Für den Käufer hat die Sache jedoch einen Haken, den Verbraucherschützer Pauli besonders kritisch bewertet. Indem er die Zugangsdaten weitergibt, verletzt er seine Sorgfaltspflicht: „Er kann hier in eine Haftungsfalle laufen, denn er muss die Sicherheitsbestimmungen seiner Bank einhalten“, sagt Pauli. Im schlimmsten Fall könnte ihm diese Fahrlässigkeit auch später noch negativ ausgelegt werden, beispielsweise wenn er Opfer eines Betrügers am Bankautomaten wird und ein Gericht entscheidet, ob ihm die Bank sein Geld ersetzen muss. „Der Verbraucher sitzt hier zwischen allen Stühlen. Deswegen muss der Gesetzgeber Regeln schaffen,“ fordert Pauli.

    Diese Regeln müssen einerseits die Sicherheitsvorkehrungen der Banken bewahren, anderseits dürfen sie aber weiteren Anbietern den Marktzugang nicht versperren. Laut Schardt habe Giropay im Jahr 2009 gegen Payment Network wegen unlauteren Wettbewerbs geklagt. Das Unternehmen würde mit seinem bankenunabhängigen System gegen die AGB der Banken und Sparkassen verstoßen. Das Bundeskartellamt hat hierzu Ende Februar Stellung genommen. Es wertet die AGB mit ihrer Klausel zur Online-Verwendung von PIN und TAN als wettbewerbsrechtlich bedenklich. Der Zentrale Kreditausschuss äußert sich zu dem laufenden Verfahren nicht.

    Источники: http://www.test.de/Online-bezahlen-Sofortueberweisungde-ist-umstritten-1844270-0/, http://www.test.de/Kostenlose-Zahlungsmittel-im-Netz-Sofortueberweisung-genuegt-nicht-4896566-0/, http://www.sueddeutsche.de/geld/zahlung-per-sofortueberweisung-ein-klick-und-weg-sind-die-daten-1.1103403

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